Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens setzt drei Weltrekorde mit zukunftsweisender Kraftwerkstechnik

20.05.2011
Zehn Jahre nach Start des ambitionierten Innovationsprogramms für die neue Gasturbinengeneration hat Siemens im Kraftwerk Irsching 4 mit der Gasturbine der H-Klasse einen Weltrekord in Sachen Wirkungsgrad erreicht: Bei einer Leistung von 578 Megawatt (MW) hat Siemens im Testlauf die angepeilte Effizienzbestmarke „oberhalb von 60 Prozent“ deutlich übertroffen.

Damit schreibt das Unternehmen Technikgeschichte. Die neue Gasturbine ist für 400 MW im reinen Gasturbinenbetrieb und 600 MW im Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Betrieb ausgelegt. Eine einzige Turbine des Modells SGT5-8000H könnte im GuD-Betrieb eine Grossstadt wie Berlin mit 3.5 Millionen Einwohnern versorgen. Der Gasverbrauch liegt pro erzeugter Kilowattstunde rund ein Drittel unter dem Durchschnitt der installierten GuD-Kraftwerke. Somit sinken auch die Kohlendioxid-Emissionen (CO2) um ein Drittel.


Mehr als 500 MW können in nur einer halben Stunde bereitgestellt werden. Möglich wird diese Spitzenleistung durch ein perfektes Zusammenspiel von innovativer Gasturbinentechnik und den auf hohe Temperaturen und hohen Druck optimierten Schlüsselkomponenten der gesamten Anlage.

Im Inneren der Brennkammer herrschen bis zu 1’500 Grad Celsius und die Spitzen der Turbinenschaufeln erreichen mit mehr als 1’700 Kilometern pro Stunde Schallgeschwindigkeit. Der Buchstabe „H“ steht in der Gasturbinentechnik für die aktuell höchste Leistungs- und Effizienzklasse. Mehr als 750 Siemens-Mitarbeiter waren an der Entwicklung der neuen Gasturbine beteiligt. Über 500 Millionen Euro hat Siemens in die Entwicklung, in den Bau und den Betrieb der Prototypanlage investiert. Eineinhalb Jahre lang hatte das Unternehmen die Gasturbine „auf Herz und Nieren“ dort getestet. Ab Mitte 2009 wurde die Gasturbinenanlage nach erfolgreichem Probebetrieb mit einem von Siemens patentierten Benson-Abhitzedampferzeuger und einer Siemens-Hochtemperatur-Dampfturbine für 600 Grad Celsius nachgerüstet und zu dem effizientesten GuD-Kraftwerk der Welt ausgebaut.

Neben der GuD-Anlage Irsching 4 hat Siemens sechs der neuen Gasturbinen in der 60-Hz-Version an einen Energieversorger in Florida verkauft. Die ersten Maschinen für diesen Auftrag werden ab 2012 ausgeliefert. Zudem erhielt Siemens aus Korea einen Auftrag zum Bau eines weiteren schlüsselfertigen Einwellen-GuD-Kraftwerks, bei dem die 60-Hz-Version der neuen Gasturbine zum Einsatz kommen wird. Die Anlage soll 2013 in Betrieb gehen.

Hocheffiziente GuD-Kraftwerke sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 28 Milliarden Euro erzielte. Das macht Siemens zum weltweit grössten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum 270 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart das ist so viel wie Hongkong, London, New York, Tokio, Delhi und Singapur in Summe an CO2 jährlich ausstossen.

Leseranfragen sind zu richten an:
Siemens Schweiz AG
Pressestelle
Freilagerstrasse 40
8047 Zürich
medien.ch@siemens.com
Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind zentrale Elemente der Geschäftsstrategie von Siemens. Wir unterstützen Projekte, welche diese Anliegen fördern, so beispielsweise den „Train of Ideas – Zug der Ideen“, welcher von April bis Oktober insgesamt 18 europäische Metropolen besucht und vom 20. bis 22. Mai 2011 auch Halt in der Stadt Zürich macht. Der Zug zeigt innovative Städtelösungen auf, welche von europäischen Städten übernommen werden können. Die interaktive Ausstellung auf Schienen thematisiert die Bereiche „Mobilität“, „Stadtentwicklung und Wohnen“, „Natur und Stadtgrün“, „Energie und Klimaschutz“, „Ressourcenschutz und Wirtschaft“ sowie „Konsum“. In Zürich kann der Zug vom 20.-22. Mai 2011 besucht werden (Freitag, 20. Mai 2011: Bahnhof Altstetten / Samstag/Sonntag, 21./22. Mai 2011: Hauptbahnhof, Gleis 9). Weitere Informationen finden Sie unter www.train-of-ideas.net.

| Siemens Schweiz AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.ch/energy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Hochauflösende IR Kamera mit Mikroskopoptik
23.10.2017 | Optris GmbH

nachricht »ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern
18.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mehr Wissen über Proteine: Forscher aus Halle verbessern Massenspektrometrie-Verfahren

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Stickoxide: Neuartiger Katalysator soll Abgase ohne Zusätze reinigen

23.10.2017 | Materialwissenschaften