Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens liefert 300 Offshore-Windturbinen an DONG Energy

19.07.2012
Getriebelose Siemens-Anlagen der 6-Megawatt-Klasse für Projekte in Großbritannien

Siemens und DONG Energy bauen ihre Zusammenarbeit im Bereich der Offshore-Windenergie weiter aus. Die Unternehmen unterzeichneten heute ein Rahmenabkommen über die Lieferung von insgesamt 300 Windturbinen mit einer Leistung von 1.800 Megawatt (MW).

Die Vereinbarung umfasst die neuen getriebelosen Windturbinen der Sechs-Megawatt-Klasse, die zwischen 2014 und 2017 in Windkraftwerken vor der britischen Küste installiert werden sollen. Mit einer Länge von 75 Metern werden dabei die weltweit größten Rotorblätter zum Einsatz kommen.

„Offshore-Windenergie hat großes Potential“, sagte Michael Süß, Mitglied im Vorstand der Siemens AG und CEO des Energy Sektors. „Der Wind weht dort stärker und stetiger als an Land. Die Energieausbeute liegt um rund 40 Prozent höher. Deshalb setzen vor allem Großbritannien, Dänemark und Deutschland stark auf die Offshore-Windenergie. Wir freuen uns, dass wir unseren langjährigen Kunden DONG Energy auch für unsere neueste Generation von Windturbinen gewinnen konnten. Gemeinsam arbeiten wir mit Hochdruck daran, die Kosten für diese umweltfreundliche Form der Stromerzeugung weiter zu senken.“

„Dieser Liefervertrag wird DONG Energy in die Lage versetzen, ab 2014 weitaus größere Turbinen verbauen zu können als es bisher möglich war. Daher ist er ein zentraler Bestandteil unserer Strategie, im Bereich Offshore-Wind weiter expandieren und unsere Position als Weltmarktführer stärken zu wollen“, sagte Carsten Krogsgaard Thomsen, amtierender Vorstandsvorsitzender der DONG Energy A/S. „Zusätzlich ist die Lieferung von insgesamt weiteren 1.800 MW ein wichtiger Schritt für die wachsende Windindustrie und wird die Technologie wettbewerbsfähiger machen.“

DONG Energy hat bereits angekündigt, bis Ende des Jahres zwei der neuen 6-MW-Siemens-Windturbinen im britischen Offshore-Windpark Gunfleet Sands zu installieren und zu testen. Diese Maschinen sind für große Offshore-Projekte konzipiert, unter anderem auch für die so genannte “Round 3“ in Großbritannien. Bis 2020 sollen dort Offshore-Windkraftwerke mit einer Leistung von 18 Gigawatt entstehen, die dann rund 18 Prozent des britischen Strombedarfs decken könnten.

Die Leistung der 6-MW-Windturbine von Siemens reicht aus, um rund 6.000 europäische Haushalte mit Strom zu versorgen. Der Rotor hat einen Durchmesser von 154 Metern und überstreicht rund 18.600 Quadratmeter oder die Fläche von etwa zweieinhalb Fußballfeldern. Die neue getriebelose 6-MW-Maschine von Siemens ist insbesondere für den Einsatz auf dem Meer konzipiert. Mit rund 50 Prozent weniger Komponenten und einer geringeren Anzahl rotierender Teile konnte der Serviceaufwand deutlich reduziert werden. Dies trägt dazu bei, die für die Offshore-Technologie so wichtige Zuverlässigkeit weiter zu erhöhen.

Siemens und DONG Energy blicken bereits auf eine langjährige Zusammenarbeit in der Offshore-Windenergie zurück. 1991 errichteten die beiden Unternehmen den weltweit ersten Offshore-Windpark Vindeby in Dänemark, es folgten insgesamt dreizehn Projekte mit 930 Windturbinen, die zuverlässig sauberen Strom erzeugen. Derzeit arbeiten die beiden Unternehmen an der Realisierung der Offshore-Windkraftwerke Lincs, London Array und West of Duddon Sands in Großbritannien, am Anholt-Projekt in Dänemark sowie an Borkum Riffgrund 1 in Deutschland. Diese fünf Projekte allein haben eine Leistung von rund zwei Gigawatt.

Windturbinen sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 30 Milliarden Euro erzielte. Das macht Siemens zu einem der weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum fast 320 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Berlin, Delhi, Hongkong, Istanbul, London, New York, Singapur und Tokio in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Stromerzeugung mit thermischen Kraftwerken und aus erneuerbaren Energiequellen sowie für die Stromübertragung in Netzen und für die Gewinnung, die Verarbeitung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2011 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von 24,9 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 31,8 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug 3,9 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 1. Oktober 2011 über 82.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: www.siemens.de/energy.

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland
Informationsnummer: EWP201207.059

Media Relations: Eva-Maria Baumann
Telefon: +49 9131 18-3700
E-mail: eva-maria.baumann@siemens.com
Siemens AG
Energy Sector
Freyeslebenstr. 1, 91058 Erlangen

Eva-Maria Baumann | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/press/pi/EWP201207059d

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Innovatives Messmodul zur Bestimmung der Inaktivierungsleistung von UV-Hygienisierungsanlagen
22.01.2018 | Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V.

nachricht TU Wien entwickelt neue Halbleiter-Bearbeitungstechnik
22.01.2018 | Technische Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics