Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens bringt getriebelose 6-Megawatt-Windenergieanlage auf den Markt

22.03.2012
Die neue SWT-6.0 wird mit Rotordurchmessern von 120 und 154 Metern angeboten und wurde speziell für den Offshore-Einsatz unter widrigen Bedingungen auf See entwickelt.

Es handelt sich dabei um eine direkt angetriebene Turbine, die mit 50 Prozent weniger Komponenten auskommt als herkömmliche Windenergieanlagen mit Getriebe. Mit einem Gesamtgewicht von rund 350 Tonnen für Maschinenhaus und Rotor ist die SWT-6.0 die leichteste Anlage ihrer Klasse. Die Kombination aus robustem Design und niedrigem Gewicht senkt Infrastruktur-, Installations- und Wartungskosten und steigert die Energieausbeute und damit die Rentabilität über die gesamte Lebensdauer der Anlage.


In die Entwicklung der neuen Offshore-Windenergieanlage ist das technische Know-how aus drei Jahrzehnten eingeflossen. Es wird davon ausgegangen, dass die SWT-6.0 sich als Standard für Offshore-Windkraftwerke auf der ganzen Welt durchsetzen wird. Mit ihrem ausgeklügelten Design und geringen Gewicht wird die Anlage die Kosten für Offshore-Windenergie spürbar reduzieren.

Siemens kann bei der Offshore-Windenergie auf 20 Jahre Erfahrung zurückblicken. Bereits 1991 hatte das Unternehmen das weltweit erste Offshore-Windkraftwerk errichtet. Seitdem hat Siemens mehr als 700 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von mehr als 2000 MW in europäischen Gewässern installiert. Derzeit hat Siemens mehr als 1100 Offshore-Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 4000 MW im Auftragsbestand.

Siemens hat die neue SWT-6.0 speziell für den zuverlässigen Einsatz unter den widrigen Bedingungen auf hoher See entwickelt. Die neue getriebelose Maschine wird in zwei Varianten mit unterschiedlich langen Rotorblättern angeboten. Die SWT-6.0-154 ist mit den grössten Rotorblättern in der 6-Megawatt-Klasse ausgestattet. Das 75 Meter lange Quantum-Rotorblatt vom Typ B75 zeichnet sich durch hohe Stabilität bei gleichzeitig geringem Gewicht aus.

Das spezielle Blattprofil sorgt für optimale Leistung bei den unterschiedlichsten Windgeschwindigkeiten. Die Maschine des Typs SWT-6.0-120 ist mit den bewährten B58-Rotorblättern ausgestattet, die mit einer Länge von 58 Metern bereits bei den 3.6-Megawatt-Windenergieanlagen von Siemens zum Einsatz kommen. Sie eignet sich für Standorte, bei denen Höhenbeschränkungen die Installation von Anlagen in der 6-MW-Klasse normalerweise ausschliessen.

Dank des ausgeklügelten Designs der SWT-6.0 kann Siemens die Installationsphase auf dem Meer deutlich verkürzen, was zu einer weiteren Reduzierung der Kosten von Windenergie führt. Das gesamte elektrische System der 6-MW-Anlage, einschliesslich Mittelspannungssystem und Vollumrichter, ist in der Gondel untergebracht. So kann die Anlage bereits vor der Installation auf See, schnell und sicher an Land getestet werden. Dadurch beschleunigt sich auch die Inbetriebnahme deutlich.

Die SWT-6.0 bietet für Servicetechniker einen besonders sicheren Arbeitsplatz. Im hinteren Teil der Gondel ist eine Arbeitsplattform integriert, die einen sicheren Zugang zur Anlage von einem Hubschrauber aus ermöglicht. Die Gondel bietet den Servicetechnikern viel Raum und guten Zugang zu allen wichtigen Anlagenkomponenten. Siemens hatte den Prototyp der SWT-6.0 im Mai 2011 im dänischen Høvsøre installiert und fährt die Anlage seitdem im Testbetrieb.

Die Tests haben die bisherigen Berechnungen voll bestätigt. Zusätzlich zur ausführlichen Prüfung des Prototyps, testet Siemens die Lebensdauer jeder einzelnen Komponente in sogenannten Highly Accellerated Lifetime Tests (HALT), bei denen in kurzer Zeit eine Betriebsdauer von 25 Jahren simuliert wird. Siemens wird eine Vorabserie von bis zu 50 SWT-6.0-Windenergieanlagen 2012 und 2013 an Land und an Offshore-Standorten in Deutschland, Dänemark, Grossbritannien und den Niederlanden installieren.

Leseranfragen sind zu richten an:
Siemens Schweiz AG
Energy Sector
Freilagerstrasse 40
8047 Zürich
Telefon +41 585 585 204
info.ch@siemens.com

| Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.ch/energy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht »ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern
18.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Intelligentes Lademanagement entwickelt – Forschungsprojekt ePlanB abgeschlossen
18.10.2017 | Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise