Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Raketenexperimente von TU-Studenten erfolgreich

04.03.2010
Mit dem Projekt TUPEX sollen einzelne Komponenten für Kleinstsatelliten getestet werden

Am 4. März 2010 wurde das dritte Experiment der TUPEX-Reihe der Technischen Universität Berlin auf einer Höhenforschungsrakete erfolgreich durchgeführt.

Um exakt 11.15 Uhr MEZ wurde die Rakete vom ESRANGE Space Center im Norden Schwedens aus gestartet. Während des zehnminütigen Fluges erreichte die Rakete eine maxima-le Höhe von etwa 90 Kilometern und stieß an die Grenze des Weltraums. Danach erfolgte eine weiche Fallschirmlandung im tiefen Schnee Lapplands.

Das TU-Experiment fand im Rahmen des Programms REXUS (Rocket EX-periment for University Students) statt, das Studierenden die besondere Gelegenheit bietet, während des Studiums echte Weltraumexperimente durchzuführen. Ermöglicht wird dies durch die Zusammenarbeit des Deut-schen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Swedish Space Corporation (SSC) und der TU Berlin.

Mit TUPEX (TU Berlin Pico- and Nanosatellite Experiment) sollen einzelne Komponenten für Kleinstsatelliten - "Zwerge" mit der Masse von etwa ein bis 20 Kilogramm - getestet werden. "Die Hauptziele sind die Erprobung eines miniaturisierten Sonnensensors und eines neu entwickelten Funkkommunikationssystems im Weltraum", erläutert Dipl.-Ing. Walter Frese, der Projektleiter des Experiments. Beide innovativen Komponenten sollen in zukünftigen Satellitenprojekten der TU Berlin ihren Einsatz im Orbit finden. Dazu zählt unter anderem die BEESAT-Serie (Berlin Experimental and Educational Satellite). Das nun durchgeführte Experiment ist bereits das dritte in Kiruna/Schweden.

Für viele Satelliten ist eine genaue Kenntnis der Lage entscheidend, um beispielsweise Solarzellen zur Sonne ausrichten zu können. Sonnensensoren leisten hierbei einen wichtigen Beitrag. Der Vorteil der in TUPEX eingesetzten Sensoren im Vergleich zu bereits existierenden ist unter anderem ein geringerer Energieverbrauch und eine reduzierte Größe. Hierdurch ergibt sich eine effizientere Nutzung der an Bord vorhandenen Ressourcen.

Mit dem neuen Kommunikationssystem im Amateurfunkbereich wird zukünftig universitären Kleinstsatelliten eine Möglichkeit gegeben, untereinander im Orbit zu kommunizieren. Dies kann autonomes Verhalten mehrerer miteinander kooperierender Nanosatelliten erlauben. Von der Natur inspirierte technische Systeme aus mehreren zusammen agierenden Kleinstsatelliten rücken näher und bringen neue Einsatzfelder sowohl in der Weltraumforschung als auch in der Erdbeobachtung. Sie können somit zum Schutz unseres Planeten und zur Gewinnung neuer wissenschaftlicher Er-kenntnisse beitragen.

Die erfolgreiche Durchführung des TUPEX-Experimentes reiht sich ein in die Tradition von Studierendenprojekten des Fachgebiets Raumfahrttechnik der TU Berlin unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Klaus Brieß.

Weitere Informationen im Internet:
www.raumfahrttechnik.tu-berlin.de/tupex/
www.rexusbexus.net/
www.raumfahrttechnik.tu-berlin.de/beesat
Fotomaterial finden Sie unter www.tu-berlin.de/?id=77999
Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dipl.-Ing. Walter Frese, Projektleiter, TU Berlin, Tel.: 030/314- 24438, E-Mail: walter.frese.1@tu-berlin.de, Prof. Dr. Klaus Brieß, Institut für Luft- und Raumfahrt, TU Berlin, Tel.: 030/314-21339, E-Mail: Klaus.briess@ilr.tu-berlin.de, Internet: http://ilr.tu-berlin.de

Dr. Kristina R. Zerges | idw
Weitere Informationen:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Linearpotentiometer LRW2/3 - Höchste Präzision bei vielen Messpunkten
17.05.2017 | WayCon Positionsmesstechnik GmbH

nachricht Neues 100 kW-Wechselrichtermodul für B6-Standard halbiert Gewicht und Volumen
17.05.2017 | Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie