Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ökobilanz von Lampen: der Verbrauch entscheidet

26.05.2009
Für die Umweltverträglichkeit von Lampen ist fast ausschließlich ihr Energieverbrauch im Betrieb entscheidend, nicht der energetische Aufwand bei der Produktion.

Das hat ein Vergleich von Energiebilanzen verschiedener Lampentypen ergeben, wie die jüngste Ausgabe des Forschungsmagazins Pictures of the Future berichtet. Die Siemens Tochter Osram betrachtete den Lebenszyklus von Lampen im Rahmen einer Dissertation von der Rohstoffproduktion bis zur Entsorgung.


Fazit: 98 Prozent der Energie verbrauchen die Lampen im Betrieb. Das untermauert das Verbot von Glühlampen, die bei gleicher Helligkeit dramatisch mehr Strom benötigen.

Energiebilanzen, die Siemens in anderen Bereichen erstellt, kommen zu ähnlichen Ergebnissen. Zum Beispiel ist auch bei Lokomotiven oder Wäschetrocknern der Verbrauch während des Betriebs entscheidend. Steigende Energiepreise, knapper werdende Rohstoffe und ein wachsendes Umweltbewusstsein schärfen den Blick für Nachhaltigkeit. Siemens, das mit seinem Umweltportfolio etwa ein Viertel seines Umsatzes erwirtschaftet, setzt auf umfassende Ökobilanzen. An deren Anfang steht eine akribische Bestandsaufnahme: Welche Rohstoffe stecken in dem Produkt und in welcher Menge? Wie viel Ressourcen verbraucht ihre Gewinnung?

Der Aufwand für die Produktion schlägt zu Buche, ebenso wie der Standort, an dem ein Gerät betrieben wird. Strom aus Wasserkraft lässt die Bilanz besser aussehen als solcher aus Kohlekraftwerken. Die Entsorgung wiederum wirkt in zwei Richtungen – wieder gewonnene Rohstoffe verbessern die Bilanz, Schadstoffe verschlechtern sie. In die Analyse fließen unter anderem die Emission von Treibhausgasen und Stickoxiden und die Schadstoffbelastung für Mensch und Umwelt ein.

Die Ökobilanz aller untersuchten Lampentypen – Glühlampe, effiziente Halogenlampe und Energiesparlampe – ist bestimmt durch ihren Energieverbrauch. Die Energiesparlampe ist deshalb klarer Gewinner der Analyse, mit über 80 Prozent weniger CO2-Emissionen gegenüber der Glühbirne. Auch die Schadstoffbilanz fällt zu ihren Gunsten aus – trotz der minimalen Menge Quecksilber, die sie enthält.

Selbst wenn sie nicht fachgerecht entsorgt würde, würde sie Mensch und Umwelt weniger belasten als die Produktion des Stroms, den Glühlampen zusätzlich verbrauchen, weil etwa Kohlekraftwerke Quecksilber ausstoßen. Osram sucht dennoch den Quecksilberanteil der Lampen weiter zu reduzieren und die Effizienz der Lampen zu erhöhen. Bis zu 20 Prozent Steigerungspotenzial ist hier noch vorhanden. (IN 2009.05.6)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Digitale Messtaster von WayCon – höchst präzise und vielseitig einsetzbar
14.11.2017 | WayCon Positionsmesstechnik GmbH

nachricht FAU-Forscher entwickeln neues Materialsystem für effiziente und langlebige Solarzellen
10.11.2017 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte