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Modul erzeugt Strom aus LKW-Auspuff

04.08.2008
Ende des Jahres wird die Idee in der Praxis getestet

Deutsche Jungwissenschaftler wollen Strom aus Auspuffgasen gewinnen und damit Spritkosten und CO2-Emissionen senken.

Dabei machen sie sich den Organic Rankine Cycle (ORC) zunutze, der bereits im 19. Jahrhundert erfunden wurde. Das Start-up-Unternehmen Orcan Industries entwickelt auf Basis dieses Prozesses eine Art Mini-Dampfkraftwerk, das an LKWs und Bussen angebracht wird und aus deren Abwärme Energie gewonnen werden kann.

In der Industrie ist das ORC-Prinzip bei der Nutzung von Prozesswärme schon lange in Anwendung. Die hohen Treibstoffpreise und technische Weiterentwicklungen haben nun auch die Möglichkeit eröffnet, die Technik mobil zu gestalten, berichtet das Handelsblatt.

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Die Ingenieure von Orcan haben es geschafft, den Prozess bereits bei 100 Grad Celsius anstatt bei bisher 300 Grad Celsius in Gang zu setzen. Da sie das Modul auch deutlich kleiner und leichter gestalten konnten, lohnt sich nun der Einsatz bei Bussen und LKWs. Der Geschäftsführer von Orcan, Mathias Bertele, schätzt, dass bis zu zehn Prozent Sprit durch das Modul eingespart werden können. "Für die Stadt Berlin mit ihren 1.300 Bussen würde sich die Investition schon nach eineinhalb Jahren amortisieren", sagt Bertele.

Wie die Erfindung genau funktioniert, hält das Unternehmen noch geheim, bis die Patentierung abgeschlossen ist. Getestet wird die Idee der jungen Firma erstmals Ende des Jahres von einem Busunternehmer im Allgäu. Dort werden die mobilen Kraftwerke an sechs Schulbussen installiert.

Das Team, das hinter Orcan Industries steht, hat sich in der Bayrischen Eliteakademie kennengelernt - einer Stiftung der bayrischen Wirtschaft, die jedes Jahr 30 ausgesuchte Studenten fördert. Die sechs Mitglieder sind zwischen 26 und 30 Jahre alt und zum Teil noch mit ihren Diplom- oder Doktorarbeiten beschäftigt. Trotzdem scheinen die jungen Wissenschaftler sehr überzeugt von ihrer Idee: "Die jungen Leute sind wirklich enorm motiviert, dieses Projekt Wirklichkeit werden zu lassen", sagt Franz Durst, akademischer Leiter der Eliteakademie.

Kristina Sam | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.tum.de

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