Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Marktchancen verbessern, ressourcenschonend produzieren

14.08.2012
Fachhochschule Köln überzeugt beim IKT.NRW-Wettbewerb
mit RFID-Konzept für kleine und mittelständische Unternehmen

Als Schlüsseltechnologie für Handel, Logistik und Produktion kommt RFID (Radio Frequency Identification) bisher vornehmlich bei Großunternehmen und Konzernen zum Einsatz. Um kleinen und mittelständischen produzierenden Unternehmen (KMU) den Zugang zu RFID zu eröffnen, arbeitet die Fachhochschule Köln zusammen mit drei regionalen Firmen an einem RFID-gestützten, adaptiven Echtzeitfertigungsmanagement.

Unterstützt wird das Kooperationsprojekt mit rund 957 000 Euro vom Ministerium für Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. In dem vom Ministerium ausgelobten zweiten Ziel-2-Förderwettbewerb IKT.NRW überzeugte das Konzept als eine von 14 Ideen, für die das Land Fördermittel von insgesamt rund 16 Millionen Euro bereitstellt.

RFID ermöglicht eine berührungslose Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen und Personen in unterschiedlichsten Bereichen: ob Zeit- und Zutrittserfassung, Personalausweis, Bankkarte oder Warenbestandsaufnahme. Über elektromagnetische Wellen können viel mehr Daten zwischen Lesegerät und dem in einem Transponder integrierten Chip-Antennensystem ausgetauscht werden als mit einem herkömmlichen Barcode. Für die Industrie ist RFID interessant, weil in Echtzeit sämtliche Informationen des Produktionsprozesses, des Auftrags- und Fertigungsmanagements sowie der Lagerung und Logistik erfasst und verarbeitet werden. Dadurch verkürzen sich die Durchlaufzeiten wesentlich. Bisher konnten Firmen, die im Kleinserien- und Einzelfertigungsbereich produzieren, diese Technologie kaum nutzen. Die Kooperationspartner wollen mit ihrem Forschungsprojekt die Wettbewerbsfähigkeit der KMU stärken. Denn eine optimale Auslastung der Maschinen steigert nicht nur die Produktivität und Qualität, sie steht auch für eine ressourcenschonende Produktion, reduziert den Energie- und Werkstoffverbrauch.

Ziel des Forschungsprojekts „Adaptives Echtzeit-Fertigungsmanagement“ ist die Entwicklung eines RFID-Kennzeichnungssystems für variable, vorwiegend metallische Werkstücke in der Einzelteil- und Kleinserienfertigung, bei dem universell einsetzbare Trägersysteme aus verschiedenen Materialien sowie eigens darauf abgestimmten Transpondern direkt an die einzelnen Werkstücke angebracht werden. An der Hardwareentwicklung sind fakultätsübergreifend Wissenschaftler des Instituts für Nachrichtentechnik (Prof. Dr.-Ing. Rainer Kronberger und Prof. Dr.-Ing. Uwe Dettmar) sowie des Labors für Fertigungssysteme (Leitung: Prof. Dr.-Ing. Ulf Müller) der Fachhochschule Köln beteiligt, außerdem die Unternehmen Maschinenbau Lienenbrügger GmbH und noretec GmbH & Co. KG. Noretec ist ein Spin-off der Fachhochschule Köln, das sich mit der Entwicklung kundenspezifischer RFID-Transponder für metallische Umgebungen befasst.

Für die nötige Softwareentwicklung wurde als fünfter Partner x-dms Datenmanagementsysteme gewonnen. Eine Software, die im spanenden Bereich die Fertigung in Echtzeit managt, ist bisher auf dem Markt nicht erhältlich.

x-dms und Lienenbrügger arbeiten seit vielen Jahren zusammen an der Entwicklung von Planungs- und Qualitätsmanagementprogrammen in der spanenden Produktion. Ihre Erfahrungen werden jetzt in die RFID-Technologie eingebunden. Das Forschungsprojekt läuft bis Oktober 2015.

Über die Fachhochschule Köln
Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. 19700 Studierende werden von rund 430 Professorinnen und Professorinnen unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten umfasst mehr als 75 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverband UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

Kontakt:
Referat Kommunikation und Marketing
Monika Probst
Tel.: 0221 / 82 75 – 34 98
monika.probst@fh-koeln.de

Petra Schmidt-Bentum | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-koeln.de/

Weitere Berichte zu: Echtzeit IKT KMU Logistik RFID Werkstück Wettbewerbsfähigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie