Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

FH JOANNEUM Kapfenberg forscht an dritter Generation der Elektroautos

27.02.2012
Mehr Sicherheit und Effizienzsteigerung von Elektrofahrzeugen stehen im Mittelpunkt des groß angelegten EU-Projekts „Motorbrain“. Elektronik-ExpertInnen der FH JOANNEUM Kapfenberg sind daran maßgeblich beteiligt.

Die Elektromobilität gilt als die Zukunft des Individualverkehrs. Doch um Reichweite und Sicherheit von Fahrzeugen zu erhöhen, ist noch viel zu tun. In dem umfangreichen EU-Projekt „Motorbrain“ arbeiten Kapfenberger Elektronik-ExpertInnen zusammen mit Partnern wie VW, Infineon, Siemens und AVL bereits an der dritten Generation von Elektroautos.

Energieeffizienz erhöhen

Im Visier der ForscherInnen steht der gesamte Antriebsstrang von der Batterie über den Motor bis hin zur Übertragung des Drehmoments auf die Räder. „Das Ziel besteht darin“, so Raul Estrada Vazquez von der FH JOANNEUM Kapfenberg, „das gesamte System um 20 Prozent effizienter zu machen“, was sich umgehend auf eine größere Reichweite von Elektromobilen auswirkt.

Mehr Sicherheit und Fehlertoleranz

Im Sinne des anhaltenden Strebens nach Sicherheit und Unfallvermeidung im Straßenverkehr fokussiert Motorbrain auf die Umsetzung des neuen Standards ISO26262 in neuen Komponenten für Motor, Batterie und Fahrzeugregelung. Damit verbunden ist die Erhöhung der Fehlertoleranz in elektronischen Systemen von Elektroautos über klassische Eigenschaften hinaus.

Die Funktionen der unterschiedlichen mechanischen und elektronischen Komponenten eines Elektroautos sollen so optimiert und erweitert werden, dass bei Fehlern in einem Bereich das gesamte System weiter funktioniert. „Es geht dabei um die Erhöhung der Fehlertoleranz und Verfügbarkeit eines hoch integrierten mechatronischen Systems“, so Raul Estrada Vazquez.

Erreicht wird das durch eine verbesserte Abstimmung zwischen und Redundanz innerhalb der einzelnen Komponenten. Aufgabe der ExpertInnen der FH JOANNEUM Kapfenberg des Transferzentrums „Electronic Engineering“ und Elektronik-Studierenden ist dabei die Gesamtfahrzeugsimulation und Bewertung leistungselektronischer Konzepte. Es wird untersucht, wie sich unterschiedliche Betriebsstrategien der einzelnen Komponenten auf die Effizienz und Sicherheit des Antriebsstrangs auswirken. Vielversprechende Konzepte werden an Prototypen umgesetzt.

Nachhaltigkeit

Darüber hinaus sollen bei den Komponenten vermehrt Materialien zum Einsatz kommen, die dem Recycling zugeführt werden können. So sollen für den Elektromotor neuartige Verbundstoffe („soft magnetic composites“) verwendet werden, die besser wiederverwertet werden können und moderne Herstellungsverfahren ermöglichen, welche ihrerseits Herstellungskosten senken.

Insgesamt 31 Projektpartner aus neun europäischen Ländern sind in das Projekt eingebunden, das ein Gesamtbudget von 36 Millionen Euro aufweist. Koordiniert wird das Gesamtprojekt, das bis 2014 abgeschlossen sein soll, vom Halbleiterhersteller Infineon.

Thomas Winkler | idw
Weitere Informationen:
http://www.motorbrain.eu/
http://www.fh-joanneum.at/etm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht „BioFlexRobot“: Weiche Gelenke machen Roboter sicherer
29.05.2017 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Geräteschutzschalter erfüllt NEC Class 2
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise