Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einfach überall Strom laden – Projekt On-Board Metering erhält Anschlussförderung

12.02.2013
Das Verbundprojekt On-Board Metering (OBM) will für eine bezahlbare Infrastruktur für die Elektromobilität sorgen und erhält dafür weitere Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Nutzer von Elektrofahrzeugen benötigen eine bezahlbare Infrastruktur, die das Laden von Strom flächendeckend ermöglicht. Dafür will das Verbundprojekt On-Board Metering (OBM) sorgen. Die Idee der beteiligten Partner aus Wirtschaft und Forschung ist: Die Mess- und Kommunikationstechnik zur Erfassung und Übermittlung der geladenen elektrischen Energie wird von der Ladesäule in das Fahrzeug verlegt.


Dieses Fahrzeug lädt Strom an einer preisgünstigen Systemsteckdose. Die gesamte Mess- und Abrechnungstechnik befindet sich im Fahrzeug.
Foto: ubitricity


Systemsteckdose zum Laden von Elektrofahrzeugen am Standort der PTB in Berlin-Charlottenburg. Beim On-Board Metering befindet sich die gesamte Mess- und Abrechnungstechnik im Fahrzeug oder alternativ im Kabel.
Foto: PTB

Nach einer ersten Projektphase, in der die Grundlagen des Systems im Labormaßstab implementiert wurden, beginnen nun in der zweiten Projektstufe umfangreiche Feldtests sowie die Weiterentwicklung des Systems, die mit einer Anschlussförderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützt werden. Projektpartner sind die ITF-EDV Fröschl GmbH, die ubitricity Gesellschaft für verteilte Energiesysteme mbH, die VOLTARIS GmbH und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB).

In der zweiten Phase des Projekts werden vor allem das System und die zugrundeliegenden Prozesse erprobt, bewertet und weiterentwickelt. In Kooperation mit interessierten Partnern sind ab 2013 umfangreiche Feldtests mit bis zu 1000 Systemsteckdosen geplant. Damit wollen die Partner des Verbundprojektes zeigen, dass mit der mobilen Mess- und Abrechnungstechnik und der hohen Dichte an Lademöglichkeiten eine neue Ladequalität für Nutzer von Elektrofahrzeugen erreicht werden kann.
In der inzwischen erfolgreich abgeschlossenen ersten Projektphase wurde das Gesamtsystem mit allen Komponenten erfolgreich aufgebaut und für Tests im Labormaßstab in Betrieb genommen. Wesentliche Komponenten der Lade- und Messtechnik befinden sich bei diesem System nicht in der Ladesäule, sondern im Auto. Nach Abschluss des Ladevorgangs stehen die Informationen, z. B. über die Menge des geladenen Stroms, den nachgelagerten Systemen für den Nutzer abrufbar zur Verfügung. Die eichrechtskonforme Lösung erfüllt hohe Anforderungen an die Datensicherheit. if/ptb

Ansprechpartner in der PTB:

Dr. Norbert Zisky, Arbeitsgruppe 8.52 Datenkommunikation und -sicherheit,
Telefon: (030) 3481-7624, E-Mail: norbert.zisky@ptb.de
Über On-Board Metering:

On-Board Metering ist ein Spezialfall des Mobile Metering und ermöglicht die mobile Messdatenerfassung direkt im Fahrzeug. Alternativ kann die mobile Abrechnungstechnik Teil des Ladekabels sein. Neben der notwendigen Messtechnik werden spezielle Systemsteckdosen als Anschlusspunkte an das Stromnetz genutzt. Diese Steckdosen sind besonders kostengünstig in der Anschaffung und verursachen – im Gegensatz zu herkömmlichen Ladesäulen – keine laufenden Kosten für den Messstellenbetrieb, da die erforderlichen Komponenten der Mess- und Kommunikationstechnik nur einmal im Auto oder im Ladekabel und nicht an jeder möglichen Ladestelle benötigt werden. In Verbindung mit präzisen Messdienstleistungen, sicherer Kommunikation, zuverlässiger Datenverarbeitung und effizienter Abrechnung werden so alle wesentlichen Voraussetzungen einer umfassenden zukunftsfähigen Infrastrukturlösung für Elektromobilität erfüllt.

Projektpartner:

ITF-EDV Fröschl GmbH, Leitstellenspezialist
PTB, Physikalisch-Technische Bundesanstalt
ubitricity Gesellschaft für verteilte Energiesysteme mbH, Projektkoordinator und Tankstrom-Dienstleister
VOLTARIS GmbH, Experte für Zähler- und Energiedatendienstleistungen

Weitere Informationen:
http://www.voltaris.de/wissen/on-board-metering.html

Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB):

In Braunschweig und Berlin kommt die Zeit aus Atomuhren, erstrecken sich Längen bis weit hinab in die Nanowelt, forschen die Wissenschaftler an grundlegenden Fragen zu den physikalischen Einheiten und die Mitarbeiter in den Laboratorien kalibrieren Messgeräte für höchste Genauigkeitsansprüche. Damit gehört die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (an ihren Standorten Braunschweig und Berlin) zu den ersten Adressen in der internationalen Welt der Metrologie. Als das nationale Metrologieinstitut Deutschlands ist die PTB oberste Instanz bei allen Fragen des richtigen und zuverlässigen Messens. Sie ist technische Oberbehörde des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und beschäftigt an den beiden Standorten Braunschweig und Berlin insgesamt rund 1800 Mitarbeiter.

Imke Frischmuth | PTB
Weitere Informationen:
http://www.ptb.de/
http://www.voltaris.de/wissen/on-board-metering.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Geräteschutzschalter erfüllt NEC Class 2
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Elektronikgehäuse für Anzeigeeinheiten
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften