Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dresdner Zentrum für Batterieforschung - Technologien für neue Energiespeicher

06.02.2013
Am 5. Februar 2013 fand das Kick-off-Meeting zum neuen Forschungsprojekt "Batterie - Stationär in Sachsen (BaSta)" statt.

In dem vom Fraunhofer IWS Dresden koordinierten Projekt werden die Forschungsaktivitäten von vier Fraunhofer-Instituten, dem Leibniz-Institut IFW, der TU Dresden und der TU Bergakademie Freiberg in einzigartiger Weise gebündelt. Das BMU fördert die Initiative, die im Rahmen des DRESDEN concept entwickelt wurde, mit 4,8 Mio. Euro. „Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat sich persönlich für die Förderung des neuen Schwerpunktes in Sachsen eingesetzt“ betont der Koordinator Prof. Eckhard Beyer.


Batterieteststand für 20-1.6 Knopfzellen
Foto: Fraunhofer IWS Dresden

Forschung für die Elektromobilität, aber auch für stationäre Energiespeicher, ist ein zentrales Thema für das Fraunhofer IWS und eine Reihe weiterer Forschungseinrichtungen in Dresden und Umgebung. Mit ihrem Know-how können die sächsischen Wissenschaftler und Ingenieure an vielen Stellen der Prozesskette zur Batteriefertigung essenzielle Beiträge leisten und Innovationen tätigen.

Forschungsschwerpunkte des 3-jährigen Projektes sind Materialien für die Niedrigtemperatur-Natrium-Schwefelbatterie und die dazu gehörigen Fertigungstechnologien sowie der Entwurf, der prototypische Aufbau und die experimentelle Erprobung von Natrium-Schwefel-Speichermodulen für hochkapazitive Batterie-Speicherwerke. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Projektes entsteht ein neuer stationärer Batterietyp zur Speicherung elektrischer Energie. Durch sein großes spezifisches Speichervermögen, seine hohe Sicherheit und Lebensdauer sowie vertretbaren Kosten wird er die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende in Deutschland verbessern helfen. Gleichzeitig kommen ausreichend vorhandene Rohstoffe wie Natrium und Schwefel zum Einsatz.

Das Projekt ordnet sich in eine Reihe weiterer Forschungs- und Entwicklungspro-jekte zur Speichertechnik ein. So startete 2012 bereits das Projekt CryPhysConcept, welches sich dem Zukunftskonzept elektrochemischer Energiespeicher aus kristall-physikalischer Sicht nähert. Das BMBF fördert das Gemeinschaftsprojekt von TU Bergakademie Freiberg, Fraunhofer IWS Dresden und Fraunhofer-Technologiezentrum für Halbleitermaterialien (HTM) mit 4,9 Mio. Euro.

Weitere Projekte mit IWS-Beteiligung widmen sich neuen Materialkonzepten für Alkali-Schwefel-Batterien (BMBF-Projekt AlKaSuSi FZJ 03X4618A), Nanomaterialien für zukünftige Lithium-Schwefel-Batterien (EraNET/BMWi-Projekt MaLiSu DLR 01MX12009A), der trockenen Fertigung von Lithium-Ionen-Zellen (BMBF-Projekt DryLIZ KIT 02PJ2302) und funktionsintegrierten Hochstromverbindern für Batteriemodule (BMWi-Projekt BatCon DLR 01MX12055C). In bilateralen Projekten mit der Industrie werden die Ergebnisse evaluiert und für die industrielle Nutzung weiterentwickelt.

Um Unternehmen heute und in der Zukunft Lösungen anbieten zu können, wurde am Fraunhofer IWS Dresden der Aufbau eines Zentrums für Batterieforschung vorangetrieben. Die EU und das Land Sachsen förderten das Zentrum mit 3 Mio. Euro. Eigenmittel des IWS und der Fraunhofer-Gesellschaft in Höhe von weiteren

2 Mio. Euro sowie BMBF-Projektmittel in Höhe von 1 Mio. Euro flossen bereits in die Ausstattung der Technika mit neuestem Equipment. Für 2013 sind weitere Investitionen geplant. Das bietet beste Voraussetzungen für die Bearbeitung zahlreicher öffentlicher und Industrieprojekte.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Eckhard Beyer
Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS
Winterbergstr. 28
D-01277 Dresden
Tel. 0351/83391-3420
Fax 0351/83391-3310
Email: eckhard.beyer@iws.fraunhofer.de
Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Ralf Jäckel
Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS
Winterbergstr. 28
D-01277 Dresden
Tel. 0351/83391-3444
Fax 0351/83391-3300
Email: ralf.jaeckel@iws.fraunhofer.de

Dr. Ralf Jaeckel | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iws.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Elektromobilität: Forschungen des Fraunhofer LBF ebnen den Weg in die Alltagstauglichkeit
27.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

nachricht Wärme in Strom: Thermoelektrische Generatoren aus Nanoschichten
16.03.2017 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Biegsame Touchscreens: Neues Herstellungsverfahren für transparente Elektronik verbessert

28.03.2017 | Materialwissenschaften

Mobile Goldfinger

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container

28.03.2017 | Informationstechnologie