Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gemeinsame Entwicklung eines weltweit einzigartigen Messgerätes

22.08.2007
Forschungskooperation der SIKORA AG, Bremen, mit dem Institut für Mikroelektronik, Mikromechanik und Mikrooptik (I3M) an der Hochschule Bremen

Das Institut für Mikroelektronik, Mikromechanik und Mikrooptik (I3M) an der Hochschule Bremen und das Bremer Unternehmen SIKORA AG wollen gemeinsam ein Messgerät entwickeln, das hinsichtlich seiner Messgenauigkeit und der Größe seines Messfensters weltweit einzigartig ist. Im Rahmen einer Forschungskooperation wird ein laseroptisches Messgerät weiterentwickelt, mit dem sehr kleine Durchmesser von Glasfasern und Feinstdrähten während des Ziehprozesses kontinuierlich überwacht werden können.

Zur Messung wird das Messgut mit dem sich fächerförmig ausbreitenden, kohärenten Licht eines Halbleiterlasers von zwei Seiten beleuchtet. Die resultierenden Schattenverläufe registriert ein streifenförmiger Lichtsensor. Das Messgut stellt im Strahlengang ein Hindernis dar, an dessen Kanten Beugungseffekte auftreten. Die Durchmesserbestimmung erfolgt durch Auswertung der in den Beugungssäumen enthaltenen Informationen auf einem digitalen Signalprozessor im Messkopf. Ziel des Vorhabens ist ein Messkopf mit einer Genauigkeit von +/- 0,05 µm in einem 5 X 5 mm großen Messfeld.

Ein solches Messgerät ist weltweit einzigartig hinsichtlich der Messgenauigkeit sowie der Größe des Messfensters, in dem diese Genauigkeit erreicht wird. Es weist im Gegensatz zu konkurrierenden Geräten keine bewegten Teile auf und ist daher ausfallsicherer und wartungsärmer.

... mehr zu:
»I3M »Messgerät »Mikroelektronik »SIKORA

Für die Projektarbeit wird ein Entwicklungsingenieur eingestellt, dessen Arbeitszeit zu zwei Dritteln bei SIKORA und zu einem Drittel am I3M-Institut sein wird. Die Laufzeit des Projektes ist auf 14 Monate ausgelegt. Weitere Unterstützung erfolgt durch die Anfertigung zweier Abschlussarbeiten auf dem Gebiet der Optoelektronik und Lichtwellenleitertechnik von Studierenden des Masterstudiengangs Electronics Engineering. Das Forschungsvorhaben wird geleitet von Dr. Ing. Werner Blohm, SIKORA AG, und Prof. Dr. Ing. Gerhard Wenke, I3M, Hochschule Bremen. Das Forschungsvorhaben wird gefördert durch die Bremer Investitionsgesellschaft mbH BIG.

Die SIKORA AG ist ein führender Hersteller von Mess-, Regel- und Testgeräten für die Draht- und Kabelindustrie. Sie entwickelt, fertigt und vertreibt diese Messgeräte weltweit und erzielt einen Umsatz von ca. 20 Mil. Euro. Die Produktschwerpunkte liegen im Bereich der Wand- und Schichtdickenmessung mittels Röntgenstrahlung sowie auf dem Gebiet der berührungslosen optischen Durchmessermessung. Die Firma SIKORA wurde 1973 in Bremen gegründet und beschäftigt heute an Ihrem Hauptstandort in Bremen-Mahndorf 108 Mitarbeiter. Darüber hinaus gibt es Zweig- und Vertriebsstellen in Italien, Russland, den USA, in Brasilien, China, der Ukraine sowie in Indien und Süd-Korea. - Weitere Informationen: http://www.sikora.com.

Das Institut I3M wurde 1999 gegründet, um einen institutionellen Rahmen für die Zusammenarbeit und den wissenschaftlichen Austausch der im Studiengang Mikro- und Opto-Systemtechnik an der Hochschule Bremen vertretenen Fachgebiete zu schaffen. - Weitere Informationen: http://www.microeng.hs-bremen.de.

Das Institut I3M umfasst die Schwerpunkte "Mikroelektronik und Entwurfstechniken", "Mikrostrukturtechniken und Systemintegration" und "Optoelektronik und Lasertechnik". Jedem der Schwerpunkte sind zwei mit leistungsfähigen, modernen Geräten ausgestattete Labore zugeordnet. Derzeit stehen sechs Hochschullehrer und fünf wissenschaftliche Mitarbeiter für Lehre und F&E ständig zur Verfügung. Im Rahmen von Forschungsprojekten werden wissenschaftliche Mitarbeiter zeitlich befristet eingestellt. Seit Anfang 2001 ist das Institut Mitglied der Hanse Photonik e.V., einer Vereinigung namhafter Firmen und Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Optik im norddeutschen Raum. Seit 2002 ist das Institut I3M im Wissenschaftsausschuss der AMA, Fachverband für Sensorik e.V., tätig. - Weitere Informationen: http://www.i3m.hs-bremen.de.

Hinweis für Redaktionen:
Für Rückfragen: Prof. Dr. Gerhard Wenke, Tel.: 0421-5905-3497, Email: wenke@fbe.hs-bremen.de

Ulrich Berlin | idw
Weitere Informationen:
http://www.sikora.com
http://www.microeng.hs-bremen.de
http://www.i3m.hs-bremen.de

Weitere Berichte zu: I3M Messgerät Mikroelektronik SIKORA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie