Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein flexibler Wellenfrontsensor soll Leistung von optischen Systemen verbessern

27.12.2006
Ein optisches System bietet bekannterweise dann die beste Leistung, wenn es frei von Abweichungen wie Wellenfrontverzerrungen ist. Es wurden anpassungsfähige Systeme entwickelt, die nach Messung der Abweichungen den Idealzustand wiederherstellen. Dies kann mit einem neuen flexiblen Sensor erreicht werden, der zur genauen Messung dieser Abweichungen in einem zusammenhängenden Signal konzipiert wurde, das die optische Güteklasse bzw. einen Mangelzustand beschreiben kann.

Optische Systeme wie beispielsweise Shack-Hartmann-Sensoren werden umfassend in Wellenfrontmessungen für verschiedene Bereiche eingesetzt, darunter die Astronomie, die optische Elementenanalyse sowie die Augenheilkunde. Die zentrale Komponente des Sensors besteht in einem Abtastelement, dass die eingehende Wellenfront in mehrere Brennflecken bricht, die auf einen optischen Detektor fallen, wo eine Rekonstruktion erfolgt. Das Sensorsystem wird durch stützende Untersysteme vervollständigt. Dazu zählen zum Beispiel Geräte, die die Strahlen minimieren bzw. ausdehnen.

Zwar ist die aktuelle Geometrie der Wellenfrontsensoren nicht flexibel, aber es besteht die Möglichkeit zur Abtastung der Wellenfront an verschiedenen Punkten entsprechend der Messbedingungen. Dies wird durch die Veränderung der optischen Vergrößerung an der Relaisblende des Sensors erreicht. Mit dem Ziel, die Messgenauigkeit zu verbessern, schlug ein Forscher aus Israel den Einsatz eines flexiblen Sensors vor, der sowohl räumlich als auch zeitlich gesehen über variable Lenslets verfügt.

Die Flexibilität wird erreicht, indem die Wellenfront durch eine akustisch-optische Zelle geleitet wird. Sobald in dieser Zelle stationäre Schallwellen erzeugt und senkrecht an den untersuchten Strahl weitergegeben wurden, kreuzen sich diese in einem gewissen Abstand entlang des Lichtstrahls. Es erscheint eine Anordnung von akustisch-optischen Flecken, die den Flecken hinter einem Lenslet Array ähneln. Die räumliche Frequenz des Arrays hängt von der zeitlichen Frequenz der stationären Schallwellen ab.

Die Innovation des Systems besteht darin, dass die Vergrößerung nicht mechanisch verändert wird, sondern dass die Abtastfrequenz elektronisch modifiziert wird, wenn ein alternatives Lenslet Array benötigt wird. Zu den zusätzlichen Vorteilen zählen der erweiterte räumliche und zeitliche Dynamikbereich sowie die verbesserte Genauigkeit. Damit werden die zunehmend anspruchsvolleren Bedürfnisse der Augenheilkunde erfüllt. Außerdem hat man bei der Entwicklung des Systems auf eine einfache Fertigung und geringe Gesamtproduktkosten geachtet.

Für diesen neuen flexiblen Wellenfrontsensor wurde bereits ein Patent angemeldet. Zur Einbindung dieses Sensors in gewerbliche Anwendungen werden Partner gesucht, die auf die Produktion von elektro-optischen und mechanisch-optischen Systemen spezialisiert sind.

Sharon Zimmerman | ctm
Weitere Informationen:
http://www.irc.org.il

Weitere Berichte zu: Wellenfront Wellenfrontsensor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Hochauflösende IR Kamera mit Mikroskopoptik
23.10.2017 | Optris GmbH

nachricht »ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern
18.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie