Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rückenwind für Windkraft im Meer

05.12.2006
Bis 2011 sollen Offshore-Windparks 1.500 MW Leistung bringen

Mit dem Infrastrukturgesetz hat die Bundesregierung einen wesentlichen Blockadestein für Offshore-Windenergieprojekte - nämlich die Frage der Netzanschlusskosten - aus dem Weg geräumt.

Nun rechnet die Windenergiebranche mit kräftigem Rückenwind für Windparks auf dem Meer. Der Anlagenbauer REpower etwa hält für 2011 bei Projekten vor den deutschen Küsten eine Leistung von 1.500 Megawatt für realistisch. "Das Infrastrukturgesetz wird einen Schub bei der Realisation von Offshore-Parks auslösen. Die Nachfrage nach unserer Anlage REpower 5M ist jedenfalls hoch", meint REpower-Sprecherin Daniela Puttenat gegenüber pressetext. Ab 2007 soll mit der Serienproduktion begonnen werden. Bis Ende 2011 will REpower bis zu 250 der leistungsstarken Windkraftanlagen produzieren.

"Nachdem Politik und Hersteller ihre Hausaufgaben weitgehend erledigt haben, sind jetzt Investoren, Energieversorger, aber auch Banken und Versicherungen gefragt, diese Entwicklung zum Erfolg zu bringen", betont REpower-Chef Fritz Vahrenholt. REpower verzeichnet nach eigenen Angaben bereits reges Interesse von Investoren. Zudem steigen auch große Energieversorger wie Vattenfall oder E.ON zunehmend in die Windkraft ein. Bisher hat Deutschland in punkto Offshore-Windenergie gegenüber Dänemark, den Niederlanden oder Großbritannien hinterhergehinkt. Trotz erheblicher Erleichterung durch das Infrastrukturgesetz - bis zu 30 Prozent der Kosten können so gespart werden - sei allerdings vor 2008 nicht mit einem ersten echten Offshore-Park zu rechnen, meint Puttenat.

Auch der Bundesverband Windenergie beurteilt die Zukunft für die Offshore-Windparks eher als vorsichtig optimistisch, zeigt sich aber vom langfristigen Potenzial überzeugt. Bisher seien die technischen Schwierigkeiten unterschätzt worden, so Verbandssprecher Matthias Hochstätter (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=061128002 ). REpower sieht die Vorteile von Windparks auf dem offenen Meer etwa in den idealen Windverhältnissen und dem nicht beeinträchtigten Landschaftsbild. Dem gegenüber stünden aber hohe Investitionskosten sowie eingeschränkte Zugangsmöglichkeiten durch die große Entfernung zur Küste, so Puttenat. REpower ist derzeit mit seiner 5M-Anlage an den ersten deutschen Offshore-Windfarmen in Nord- und Ostsee beteiligt.

Mit dem Durchwinken des umstrittenen Infrastrukturgesetzes hat die Bundesregierung übrigens nicht nur den Anlagenbauern weiteren Auftrieb gegeben, sondern womöglich mehrere Tausend Arbeitsplätze gerettet. "Eine Ablehnung hätte zur Folge gehabt, dass einerseits der Ausbau der für die Wettbewerbsfähigkeit der Erneuerbaren Energien wichtigen Offshore-Windenergie hierzulande zunächst blockiert worden wäre. Darüber hinaus wären auch, die Wertschöpfungskette, die mittlerweile nicht nur in den Küstenregionen etwa in der Zuliefererindustrie viele tausende Arbeitsplätze schafft, gefährdet worden", betont Puttenat abschließend gegenüber pressetext.

Jörn Brien | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.repower.de

Weitere Berichte zu: Energieversorger Infrastrukturgesetz Windkraft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Kompakte Rangierfelder für RJ45-Module
26.09.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Sicherungsklemmen für unterschiedliche Einsatzgebiete
18.09.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland

26.09.2017 | Verkehr Logistik

Nerven steuern die Bakterienbesiedlung des Körpers

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie