Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gassensoren erkennen die Gefahr

31.07.2006
Gassensoren erkennen die Gefahr

Mikrochips ermitteln Überschreiten der Grenzwerte - von Kohlenmonoxid über Ozon bis Alkohol

Professor Eisele vom Institut für Physik an der Universität der Bundeswehr München entwickelt mit seinem Team Gassensoren, die riechen können. Sie erkennen Gase, die oftmals in mehrfacher Hinsicht gefährlich sind, da sie geruchlos, giftig und explosiv sind. Aber auch einen erhöhten Ozongehalt während der heißen Tage erkennen die Sensoren und können rechtzeitig warnen.

Die Nase als menschliches Sinnesorgan ist hochempfindlich, kann viele Gase und Stoffe jedoch nicht erkennen. Besonders folgenreich kann dies bei geruchlosen Gasen sein, die gleichzeitig auch giftig und explosiv sind. Dazu gehört beispielsweise das Kohlenmonoxid, das als Überdosis in einem Gärsilo spät erkannt und schnell tödlich auf den Menschen wirken kann. Im Kohlebergbau kommt es weltweit immer wieder zu Grubenunglücken, da der erhöhte Anteil an Methangas nicht rechtzeitig erkannt wird. Für ein Unglück reicht dann schon ein Funken.

Aber auch in anderen Bereichen sind Gassensoren auf dem Vormarsch. So etwa in der Automobilindustrie, wo Gassensoren dazu dienen, die Luft im Fahrzeuginneren zu optimieren. Die Bestimmung des Ozongehaltes ist besonders während einer Hitzeperiode für ältere Menschen von Bedeutung. Die Forschung geht schon so weit, dass Gassensoren in ein Mobiltelefon integriert werden können und den Nutzer etwa auf den erhöhten Alkoholgehalt im Atem aufmerksam machen.

Die Grundlagen für diese Gassensoren schafft Professor Ignaz Eisele mit seinem Team vom Institut für Physik an der Universität der Bundeswehr München. In den Labors des Instituts und im eigenen Reinraum forschen und tüfteln die Wissenschaftler bereits seit 15 Jahren an der Optimierung von Gassensoren.

Das Prinzip des Gassensors beruht auf MOS (Metal-Oxide-Semiconductor) Transistoren, die als Grundbauelemente für alle komplexen Mikrochips dienen. Allerdings sitzt die Steuerelektrode nicht direkt auf der Oberseite des Siliziumchips, sondern ist mit etwas Abstand darüber montiert. In den dadurch entstehenden Luftspalt können Gase eindringen. Wenn die Steuerelektrode mit einer speziellen chemisch empfindlichen Schicht belegt ist, ändert sich deren Spannung und damit der Stromfluss im Transistor.

Der Vorteil des Konzeptes liegt darin, dass sich ein solcher Sensor mit den etablierten Methoden der Halbleitertechnologie ohne besondere Schwierigkeiten kostengünstig herstellen lässt.

Michael Brauns | idw
Weitere Informationen:
http://www.unibw.de/

Weitere Berichte zu: Gas Gassensor Ozongehalt Steuerelektrode

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Geräteschutzschalter erfüllt NEC Class 2
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Elektronikgehäuse für Anzeigeeinheiten
19.05.2017 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften