Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Modellierung von Windkraft

19.07.2006
Windkraft wird in zunehmendem Maße in die Strommärkte eingeführt. Diese Märkte erleben derzeit einen Öffnungsprozess, was sowohl Einfluss auf den technischen Arbeitsablauf des Elektrizitätssystems als auch auf den Strommarkt selbst hat.

Die umfangreiche Integration von erneuerbaren, aber zeitweise aussetzenden Energiequellen, wie beispielsweise Windkraft, in einem liberalisierten Elektrizitätssystem hat Kettenreaktionen im technischen und ökonomischen Leistungsvermögen von Energiesystemen zur Folge. Technische Instabilität kann aus Übertragungsengpässen zwischen verschiedenen Bereichen aufgrund der verstärkten Windenergieerzeugung resultieren. Aus ökonomischer Sicht haben diese Veränderungen im Systembetrieb Folgen hinsichtlich der Kosten und demnach auch des Preises.

Die Analyse, welchen Einfluss die Einführung erheblicher Anteile an Windkraft auf das Elektrizitätssystem hat, verlangt nach der Modellierung des stochastischen Verhaltens von Wind. Im Rahmen des WILMAR-Projekts wurden diese Belastungen und Probleme untersucht. Außerdem wurde ein Modellierungsinstrument entwickelt, mit dessen Hilfe die Integration von Technologien der erneuerbaren Energien in bereits existierende Netze analysiert werden kann. Genauer gesagt, untersucht das Modellierungsinstrument, inwieweit große Elektrizitätsnetze mit beträchtlichem Leistungsspektrum in Bezug auf die Kernpunkte Energievorrat und Systemstabilität fähig sind, Wind zu integrieren. Dadurch wird ein strategisches Planungsinstrument bereitgestellt, das eine solide Basis für das Treffen von Entscheidungen in den Energieanlagen darstellt.

Eine User Shell, die in eine Excel-Arbeitsmappe implementiert wurde, kontrolliert das Wilmar-Planungsinstrument. Alle Daten sind in einer Access-Datenbank enthalten, die mit verschiedenen Untermodellen mittels Textdateien in Verbindung steht. Diese Textdateien werden aus der Datenbank exportiert beziehungsweise in diese importiert. Das Joint-Market-Modell (JMM) stellt ein solches Untermodell dar. Die Ausgabedatenbank des JMM speichert die Ergebnisse der Modellierungsdurchläufe und enthält Formulare und Fragen, um diese Daten auswerten zu können. Der Vergleich zwischen den verschiedenen Fällen wird mit Hilfe von Fragen durchgeführt. Diese sind so konzipiert, dass sie die Zeit, die zum Abrufen der Informationen aus den Tabellen benötigt wird, so gering wie möglich halten.

Die wichtigsten Daten können graphisch dargestellt werden. Dabei werden vielfältige Formulare der Datenbank verwendet. Dazu gehören zum Beispiel Formulare für Strompreise, Vorhersagen zur Windkraft gegenüber der tatsächlichen Windenergie, Verteilung der Energieproduktion auf die Brennstoffe sowie die Produktion einschließlich Verbrauch und Übertragung.

Das Wilmar-Planungsinstrument, das Teile der Ausgabedatenbank beinhaltet, bietet die Möglichkeit, Windkraft integrierende Anlagen zu analysieren. Nun wird für die weitere Entwicklungsarbeit und Nutzung des Instruments nach Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und beratenden Unternehmen gesucht.

Peter Meibom | ctm
Weitere Informationen:
http://www.risoe.dk

Weitere Berichte zu: Elektrizitätssystem Windkraft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht
16.01.2017 | Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

nachricht Greifswalder Plasmaforscher erforschen Nanomaterialien für effiziente Energiespeicherung
13.01.2017 | Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie