Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesumweltminister Jürgen Trittin will Forschung für erneuerbare Energien ausbauen

12.04.2005


Gemeinsame Presseerklärung von Bundesumweltministerium und ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS):



Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat bei einem Gespräch mit dem ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) am 11. April in Berlin zugesichert, sich auch künftig mit Nachdruck für die Forschungsförderung im Bereich der erneuerbaren Energien einzusetzen.

... mehr zu:
»FVS »Luft- und Raumfahrt

"Eine Spitzenposition in der Forschung ist die Grundlage für Innovationen", betonte Trittin. Im Haushaltsjahr 2005 wurden die zur Verfügung stehenden Mittel auf rund 75 Millionen Euro erhöht. Eine Aufstockung um weitere 20 Millionen Euro bis 2008, die der Bund im Rahmen seiner Innovationsoffensive vorsieht, scheitert bisher am Widerstand der Länder. "Investitionen in Forschung und Bildung will die Bundesregierung durch die Abschaffung der Eigenheimzulage gegenfinanzieren. Dies wird jedoch von den unionsgeführten Ländern im Bundesrat leider blockiert", so der Bundesumweltminister.

Trittin wertete die Arbeit des ForschungsVerbunds Sonnenenergie als ausgesprochen wichtig. "Die Institute des FVS setzten die Forschungsprogramme der Bundesregierung effizient um und entwickelten zusammen mit der Wirtschaft neue nachhaltige Energietechniken", lobte Trittin. Die vom FVS vorgelegten "Forschungsziele 2005" bildeten von der Solarenergie über Geothermie bis zu erneuerbaren Kraftstoffen eine wichtige Grundlage für das in Vorbereitung befindliche Energieforschungsprogramm der Bundesregierung. Deutschland nimmt bei der Forschung im Bereich der erneuerbaren Energien international eine führende Position ein. Das gilt sowohl für die Forschungsinstitute als auch für die Forschungsaktivitäten der Unternehmen. "Diese Spitzenposition müssen wir halten. Sie ist die Grundlage dafür, dass wir auf den weltweit rasant wachsenden Märkten für erneuerbare Energien auch in Zukunft die Nase vorn haben", sagte Trittin.


Der FVS plädiert dafür, besonders die Forschung zur Wärme- und Kälteerzeugung aus erneuerbaren Energien stärker zu fördern. Auf diesen Bereich entfallen rund 60 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland. Wärme aus erneuerbaren Energien kann also wesentlich dazu beitragen, die CO2-Einsparziele zu erreichen. Doch während bei Strom schon etwa 10 Prozent aus erneuerbaren Energien kommen, sind es bei der Wärmeerzeugung erst 4 Prozent. "Schon heute belegt Deutschland in der Entwicklung von solarthermischen Anlagen einen Spitzenplatz in der Welt", sagte Bernhard Milow, der Sprecher des ForschungsVerbunds Sonnenenergie. Er gibt aber zu bedenken, dass immer noch ein hoher Forschungs- und Entwicklungsbedarf bestehe, um die Kosten für die Wärmeversorgung weiter zu senken.

Hintergrund

Im ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) sind acht Forschungsinstitute zusammengeschlossen. Gemeinsam decken Sie die gesamte Themenpalette erneuerbarer Energien ab. Die Institute definieren gemeinsam langfristige Ziele und vernetzen ihre Aktivitäten, um Synergien zu nutzen. Mit etwa 1.000 Mitarbeitern repräsentiert der FVS ungefähr 80 Prozent der Forschungskapazität für erneuerbare Energien in Deutschland.

Mitgliedsinstitute sind:

· DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
· FZJ Forschungszentrum Jülich GmbH
· Fraunhofer ISE Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme
· GFZ GeoForschungsZentrum Potsdam, Stiftung des öffentlichen Rechts
· HMI Hahn-Meitner-Institut Berlin GmbH
· ISFH Institut für Solarenergieforschung Hameln Emmerthal GmbH
· ISET Institut für Solare Energieversorgungstechnik e.V.
· ZSW Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung

Kontakt:
Petra Szczepanski, FVS-Öffentlichkeitsarbeit
Phone +49 (0)30/ 8062-1337
Mobil 0170/ 631 9478
Fax +49 (0)30/ 8062-1333
E-Mail: fvs@hmi.de
FVS-Geschäftsstelle, Kekuléstraße 5 , 12489 Berlin · Germany

Petra Szczepanski | idw
Weitere Informationen:
http://www.FV-Sonnenenergie.de

Weitere Berichte zu: FVS Luft- und Raumfahrt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wie Protonen durch eine Brennstoffzelle wandern
22.06.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

nachricht Omicron Diodenlaser mit höherer Ausgangsleistung und erweiterter Garantie
20.06.2017 | Omicron - Laserage Laserprodukte GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften