Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weiterer Baustein im regenerativen Erzeugungsmix der EnBW: Inbetriebnahme eines modernen Biomasse-Heizkraftwerks in Ulm

27.10.2004

Mit Blick auf die zunehmende Bedeutung regenerativer Energien im Energiemix der Zukunft setzt die EnBW Energie Baden-Württemberg AG neben ihrem Schwerpunkt "Wasserkraft" auch auf weitere regenerative Energieträger. Jüngstes Beispiel ist die Errichtung eines hochmodernen Biomasse-Heizkraftwerks der Fernwärme Ulm GmbH (FUG), an der die EnBW Kraftwerke AG mit 50 % beteiligt ist.

Das neue Ulmer Biomasse-Heizkraftwerk, das vor kurzem offiziell in Betrieb genommen wurde, hat sowohl unter ökologischen als auch ökonomischen Gesichtspunkten Vorzeigecharakter. Durch die Möglichkeit, ganzjährig in Kraft-Wärme-Kopplung betrieben zu werden, erreicht die Anlage einen Brennstoffausnutzungsgrad von über 75 %. In punkto Wirtschaftlichkeit zählt das Biomasse-Heizkraftwerk damit zu den effizientesten Anlagen Europas. Auch die ökologischen Vorteile liegen auf der Hand. Fossile Brennstoffe werden durch den regenerativen Brennstoff Holz ersetzt; die Betriebszeit der am Ulmer Kraftwerksstandort vorhandenen Kohlekessel wird entsprechend reduziert und der Verbrauch von Steinkohle um rund 30.000 Tonnen/Jahr verringert. Das stattdessen eingesetzte Holz wiederum ist CO2-neutral. Bei der Verbrennung wird daher nur diejenige Menge an CO2 wieder an die Atmosphäre abgegeben, die ihr in den Jahren zuvor beim Wachstum entnommen wurde. Bei einem geplanten Einsatz von circa 156.000 Tonnen Holz/Jahr werden deshalb künftig rund 110.000 Tonnen CO2/Jahr vermieden und die Schadstoffbelastung in Ulm weiter reduziert.

Für die EnBW Kraftwerke AG ist die Realisierung des Biomasse-Heizkraftwerks Ulm ein weiterer Baustein im Rahmen ihres Engagements für einen wirkungsvollen Klimaschutz. "Die EnBW trägt ihrer Verpflichtung zu einer nachhaltigen Entwicklung durch aktives Handeln Rechnung. Neben dem bereits hohen Anteil an emissionsfreier Stromerzeugung aus Wasserkraft spielt auch die Biomasse eine wichtige Rolle in unserem regenerativen Erzeugungsmix", betont der Vorstandsvorsitzende der EnBW Kraftwerke AG, Dr. Udo Brockmeier. Zugleich leiste die in Ulm erfolgte Erneuerung einer bestehenden Erzeugungsanlage einen Beitrag zur nachhaltigen Standort- und Arbeitsplatzsicherung sowie einer langfristig sicheren und umweltverträglichen Energieversorgung, so Dr. Brockmeier weiter.

Die EnBW AG sieht den Schwerpunkt ihres Engagements im Bereich Regenerative Energien in der Wasserkraft. Durch Neubau oder Maßnahmen zur Modernisierung und Leistungssteigerung bestehender Anlagen will das Unternehmen sein traditionell vorbildliches Engagement in der großen wie kleinen Wasserkraft fortsetzen und nach Möglichkeit erweitern. Die Potentiale im Bereich anderer regenerativer Energien werden darüber hinaus konsequent erschlossen. Im Bereich Biomasse verfügt die EnBW Kraftwerke AG in Wismar über ein Holzheizkraftwerk auf dem Gelände des Sägewerks der Klausner Nordic Timber GmbH & Co.KG, das den Nutzenergiebedarf des Sägewerks deckt. Des weiteren betreibt sie ein Holzhackschnitzelwerk in Baden-Baden. Neben dem gerade in Betrieb gegangenen Biomasse-Kraftwerk in Ulm ist die EnBW auch am Neubau eines Biomasse-Kraftwerks in Pforzheim beteiligt und engagiert sich direkt oder über Beteiligungen in den Bereichen Windkraft und Geothermie.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.enbw.com

Weitere Berichte zu: Biomasse-Heizkraftwerk Erzeugungsmix Kraftwerk Wasserkraft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wie Protonen durch eine Brennstoffzelle wandern
22.06.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

nachricht Omicron Diodenlaser mit höherer Ausgangsleistung und erweiterter Garantie
20.06.2017 | Omicron - Laserage Laserprodukte GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften