Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Firmenchefs fordern mehr Wettbewerb auf dem deutschen Strommarkt

28.07.2004



Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa


Erst einmal über den Strommarkt informiert, wechselt fast jeder zweite Unternehmer den Stromanbieter.

68 Prozent der mittelständischen Unter­nehmen sind der Ansicht, dass auf dem Strommarkt derzeit nur wenig bis gar kein Wettbewerb herrscht. Dass die neue Regulierungsbehörde für Strom und Gas – sofern sie an den Start geht – den Wettbewerb stärkt, glauben nur 36 Prozent der Firmen. Das sind Ergebnisse einer Umfrage des Meinungsforschungs­instituts Forsa im Auftrag des Energieunternehmens Watt Deutschland und des Magazins impulse. Beschäftigt haben sich mit dem Thema Strom nur rund 47 Prozent der befragten Mittel­ständler, das heißt 53 Prozent verzichten auf den Vergleich von Preis und Service der Strom­anbieter. Dabei wechselte von den Unternehmern, die sich über den Strommarkt informierten, fast jeder zweite auch den Stromanbieter.


Forsa befragte dieses Frühjahr bundesweit 501 mittelständische Unternehmer zum Thema Strommarkt. Danach sind 35 Prozent der Unternehmer unzufrieden mit den Leistungen ihres bisherigen Stromversorgers.

19 Prozent der Firmen haben seit der Strommarkt-Liberalisierung 1998 einmal oder mehrmals den Stromversorger gewechselt. Ausschlaggebender Grund für die meisten davon (97 Prozent) war der geringere Preis bei einem anderen Stromanbieter. Dabei sind klare Tendenzen zu erkennen: Ostdeutsche Unter­nehmen (33 Prozent) haben häufiger den Stromanbieter gewechselt als west­deutsche (12 Prozent). Betrachtet man die Branchen, hat der Groß- und Einzel­handel die höchste Wechselbereitschaft.

Strom auch für kleinere Unternehmen ein Thema

Bei 77 Prozent der Befragten liegen die Jahresstromkosten ihres Unternehmens unter 10.000 Euro. Abgesehen vom Preis ist bei der Wahl eines neuen Strom­anbieters für ebenfalls 77 Prozent der Unternehmer wichtig, dass der Wechsel reibungslos funktioniert. 70 Prozent legen Wert auf die gute Erreichbarkeit des Anbieters und 56 Prozent auf persönliche Beratung.

Die Hoffnung, dass die Regulierungs­behörde für Strom und Gas – deren für 1. Juli 2004 vorgesehener Start auf unbestimmte Zeit verschoben wurde – für mehr Wettbewerb sorgt, ist nicht groß. Nur rund ein Fünftel aller Unternehmer glaubt, dass mit der Arbeit der Behörde die Preise sinken werden. 78 Prozent der kleinen und mittleren Betriebe gehen sogar davon aus, dass die Strompreise in den kommenden drei Jahren weiter steigen.

Wo informieren sich Unternehmer über Stromanbieter?

51 Prozent geben das Internet als meist genutzte Informationsquelle an. Mit großem Abstand folgen die Werbung von Stromanbietern, Empfehlungen sowie Presse und Verbände. 24 Prozent der Mittelständler verzichten auf Strompreis-Vergleiche und recherchieren überhaupt nicht. Entschieden über den Stromein­kauf wird bei 91 Prozent der Firmen auf höchster Ebene, und zwar von Inhabern, Geschäftsführern oder Eigentümern.

Anja Kürschner | Wortwahl GbR
Weitere Informationen:
http://www.watt.de

Weitere Berichte zu: Stromanbieter Strommarkt Strom­anbieter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Forscher entwickeln effizientere Systeme für Brennstoffzellen und Kraft-Wärme-Kopplung
19.04.2017 | EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.

nachricht Forscher entwickeln Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien aus Lignin aus der Zellstoffherstellung
18.04.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie