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Kooperation: Forschung für Erdgas-Diesel

30.06.2003


Der Dieselmotor im Nutzfahrzeug : Ein Sparwunder aber auch ein Luftverpester, wenn nicht aufwändige Filtertechnik eingesetzt wird. Das kann sich bald ändern.



Erdgas könnte die Lösung heißen, wenn die Technologie umgesetzt wird, die Prof. Dr. Ulrich Hilger vom Fachbereich Maschinenbau in einem Forschungsprojekt entwickelt hat. Zusammen mit der FH Gelsenkirchen und der Gelsenkirchener Entwicklungsgesellschaft für Verbrennungsmotoren und Energietechnik (GVH) hat Hilger eine Methode entwickelt, mit der man den Dieselmotor beim Umstieg von Diesel auf Erdgas nicht mehr umbauen muss. "DING" heißt das Ding: Direct Injection Natural Gas - was soviel bedeutet wie direktes Einspritzen des Erdgases in den Brennraum.



Ein weiterer Vorteil: "Der Mehrverbrauch von bis zu 40 Prozent mehr Kraftstoff nach einer Motorumrüstung wird eliminiert", wie Prof. Hilger berichtet. Rund 665.000 Euro hat des Projekt bisher verschlungen - doch die Ergebnisse können sich sehen lassen. Verbessertes Emissionsverhalten, weniger Energieverbrauch und ein wirtschaftliches Umrüsten des Fahrzeugs - wo ist da der Haken? "Es gibt keinen", ist sich Prof. Hilger sicher, stellt aber gleichzeitig immer noch eine allgemeine Zurückhaltung der Motorenhersteller gegenüber dem Kraftstoff Erdgas fest.

Industrielle Partner sind bei Forschungen dieser Art sehr wichtig. Ende Juni wurde ein Kooperationsvertrag mit der kanadischen Firma Westport unterzeichnet, die u.a. Niederlassungen in China, USA und England hat und seit einem Jahr auch eine Dependance in Dortmund besitzt. Westport ist einer der führenden Hersteller von Systemen zur direkten Einblasung von Erdgas bei Verbrennungsmotoren speziell im Nutzfahrzeugbereich. Gemeinsam sollen Forschungs- und Entwicklungsprojekte betrieben werden, die sich mit schadstoffarmen Erdgas- und Wasserstoffmotoren sowie entsprechenden Systemkomponenten befassen.

Juergen Andrae | idw

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