Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tragbare Kraftwerke

01.04.2003


Jeder, der fernab vom Stromnetz Laptops oder andere elektrische Geräte betreibt, fürchtet das Problem: Der Akku ist alle. Wie und wo soll man ihn an mobilen Arbeitsplätzen wie auf Reisen oder auf der Baustelle wieder aufladen? Batterien oder Reserveakkus sind auf Dauer zu teuer. Abhilfe schafft die Mobile Power Box, die im kommenden Jahr auf dem Markt eingeführt werden soll.


Dieser Camcorder wird von einer Brennstoffzelle angetrieben; im Zylinder rechts ist Wasserstoff als Metallhydrid gespeichert. Leistungsfähigere Stromversorgungssysteme für andere Anwendungen werden derzeit entwickelt.
© Fraunhofer ISE



Dieses Membran-Brennstoffzellensystem für die netzunabhängige Energieversorgung im mittleren Leistungsbereich haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE gemeinsam mit der Firma Masterflex bald bis zur Serienreife entwickelt. Sehr zuverlässig erzeugt das Gerät Strom aus Wasserstoff, den austauschbare Metallhydridspeicher unterschiedlicher Größe abgeben. »Die Power Box hat eine höhere Leistungsdichte als alle bisher vorgestellten Prototypen«, betont der Ingenieur und ISE-Projektleiter Marco Zobel. »Mit dem auf 300 Wattstunden ausgelegten Speicher kann ein Laptop bis zu zehn Stunden betrieben werden, also fünfmal länger als mit einem herkömmlichen Akku. Schon heute erreicht das Gerät eine Dauerleistung von über 50 Watt und macht auch bei Spitzen von über 100 Watt nicht schlapp.« Eine höhere Leistung ist geplant, um auch Geräte wie Drucker oder Beamer möglichst lang mit Energie zu versorgen. Dies eröffnet der Power Box einen Markt, der von Batterien nicht abgedeckt wird.

... mehr zu:
»Akku »Batterie »Kraftwerk


Ebenso auf der Hannover Messe in Halle 13 am Stand G 72 zu sehen ist der Prototyp eines Brennstoffzellensystems für professionelle Film- und Fernsehkameras. Bislang müssen Kameraleute außerhalb des Studios immer wieder ihre Arbeit unterbrechen, um die Akkus zu wechseln. Nicht so mit dem kompakten und einfach handhabbaren System: Es wird einfach an die Kamera angekoppelt und liefert eine elektrische Dauerleistung von 40 Watt. Die Wasserstoffspeicher wurden so ausgelegt, dass die Kamera einen ganzen achtstündigen Drehtag durchhält. Dieses Gerät entwickeln die Fraunhofer-Forscher gemeinsam mit dem Industriepartner Ambient Recording in München. »Bei allen Entwicklungen behalten wir stets die spätere, kostengünstige Serienfertigung im Auge, um mit Batterien und Akkus konkurrieren zu können«, resümiert Ulf Groos, der am ISE das Marketing der mobilen Kraftwerke betreut. »Neben externen werden sich zunehmend maßgeschneiderte, vollintegrierte Brennstoffzellensysteme etablieren. Wir sind dabei!«

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Ulf Groos
Telefon 07 61 / 45 88-52 02
Fax 07 61 / 45 88-92 02

Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
Heidenhofstraße 2
79110 Freiburg

Dr. Johannes Ehrlenspiel | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.ise.fraunhofer.de/index.html
http://www.ise.fhg.de/german/fields/field5/index.html

Weitere Berichte zu: Akku Batterie Kraftwerk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht TU Ilmenau erforscht innovative mikrooptische Bauelemente für neuartige Anwendungen
21.09.2017 | Technische Universität Ilmenau

nachricht Bald bessere Akkus?
21.09.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie