Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Projekte der Universität Potsdam auf der CeBIT 2009

25.02.2009
Die Universität Potsdam ist auf der CeBIT, der weltweit bedeutendsten Veranstaltung für die Informations- und Kommunikationsindustrie, vom 3. bis 8. März 2009 in Hannover auf dem Gemeinschaftsstand Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg vertreten.

Die Palette der Projekte reicht von elektronischen Systemen für den Bereich Betreutes Wohnen bis zu Programmen für die Unterstützung von Software-Entwicklungsprozessen.

Die Ausstellungsprojekte des Instituts für Informatik betreffen das Thema "Assisted Living", intelligente elektronische Systeme für die Unterstützung älterer oder pflegebedürftiger Menschen. Sicherheit bedeutet für diese Menschen Lebensqualität.

Neueste technische Entwicklungen im Bereich der Geräusch- und Bilderkennung können die gewünschte Betreuung optimal unterstützen. Notfälle werden ohne aktiven "Hilferuf" des Betroffenen registriert und starten automatisch eine individuelle Reihe von Hilfsmaßnahmen.

Die von der Professur für Technische Informatik, Prof. Dr. Christophe Bobda, entwickelten Systeme zur intelligenten Hausautomatisierung sollen es älteren und pflegebedürftigen Menschen erleichtern, einen eigenen Haushalt zu führen. Dabei werden mit einem zentralen Server vernetzte Komponenten zur Steuerung von Fenstern, Jalousien oder Leuchtquellen verwendet.

Zum Einsatz kommen hierbei modernste Technologien auf der Basis von Leuchtdioden. Auf der CeBIT wird als Demonstrationsobjekt ein eHome Musterhaus vorgeführt. Weiterhin wird das intelligente Kamerasystem PICSY (Potsdam Intelligent Camera System), welches das frühzeitige Erkennen von Gefahrensituationen ermöglicht und einen Notruf aussenden kann, sowie das autonom fahrende Modellfahrzeug SoCar (System-on-Chip Car) vorgestellt.

Die Professur für Betriebssysteme und Verteilte Systeme, Prof. Dr. Bettina Schnor, präsentiert eine Anwendung, durch welche demente Menschen bei der Orientierung unterstützt werden. Hierfür erhalten die betroffenen Personen und deren Betreuer mobile Geräte mit entsprechender Software, welche Bewohner beim Verlassen des gewohnten Umfeldes darum bittet, zurückzukehren und gleichzeitig einen Pfleger verständigt.

Dieser hat dann die Möglichkeit, den Betroffenen anzurufen. Ergänzend werden Bewohner durch Sprachausgabe zeitnah an Termine, wie Mahlzeiten oder Arztbesuche, erinnert.

Durch die von der Professur für Service und Software Engneering, Prof. Dr. Tiziana Margaria-Steffen, eingesetzte Technik kann sich der Kunde aus verschiedenen Bausteinen ein Alarm- und Notfallsystem erstellen. Die Technik basiert auf durch den Nutzer flexibel gestalt- und kombinierbaren, dynamisch anpassungsfähigen Systemkomponenten und Services, sogenannten Mashups.

Mit der grafischen Entwicklungsumgebung jABC wird die Funktionalität eines Emergency Phone Call Systems nahtlos mit anderen Webdiensten kombiniert, um flexibel neue Anforderungen zu erfüllen.

Die Professur für Wirtschaftsinformatik und Electronic Government, Prof. Dr. Norbert Gronau, stellt mit dem Process Analyzer ein Beratungsprogramm für die Analyse und Evaluation von Software-Entwicklungsprozessen vor. Um in Software-Projekten schnell und effizient auf sich ändernde Kundenanforderungen und Rahmenbedingungen reagieren zu können, fokussiert der Beratungsansatz eine wandlungsfähige Gestaltung sowohl interner als auch standort- und unternehmensübergreifender Entwicklungsprozesse.

Als Ergebnis erhält der Anwender individuelle Umsetzungsempfehlungen sowie projektspezifische Vorschläge zum Einsatz von Vorgehensmodellen und Entwicklungsmethoden. Der Process Analyzer ist Teil eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojektes IOSE-W2, welches wandlungsfähige Software-Entwicklung mit wiederverwendungsorientierter Produktgestaltung kombiniert.

Sylvia Prietz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-potsdam.de/pressmitt/2009/pm038_09.htm
http://www.uni-potsdam.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2009:

nachricht Hybrid-Scanner ordnet Dokumente nach Chaos-Prinzip
09.03.2009 | Xamance

nachricht Zum Abschluss der CeBIT 2009: Trends und Themen
09.03.2009 | Deutsche Messe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2009 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie