Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zeigt her eure Daten

07.11.2012
Zur Erforschung, weshalb es biologische Vielfalt gibt und wieso sie so rasant schwindet, benötigen Wissenschaftler Daten aus aller Welt. Doch wie findet man die richtigen Datensätze?

Internationale Strukturen sind bisher rar, genauso wie Gelder für ihre Finanzierung. Zudem herrscht unter den Forschenden die Angst, bei Herausgabe der hart erarbeiteten Daten nicht entsprechend gewürdigt zu werden. So bleiben weltweit Millionen wertvoller Datensätze in den Schubladen.

Eine neue weltweite Initiative will nun eine Übersicht über so viele Pflanzendatenbanken wie möglich schaffen und mit neuen Ideen den Besitzern ihre Angst vor Missbrauch nehmen.

Der Schwund der Biodiversität ist ein globales Phänomen, die Verfügbarkeit von Biodiversitätsdaten, die zur Darstellung dieses Phänomens nötig sind, meist jedoch regional organisiert, was effektive Forschung limitiert. Die Ursachen zu ergründen ist aber nur durch Vergleiche verschiedener ökologischer Bedingungen möglich.

Die Forschung muss also sowohl räumlich als auch zeitlich großskalige Datensätze haben, um Ursachen zu benennen und auch die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen bewerten zu können. Die neue Initiative Global Index of Vegetation-Plot Databases (GIVD) versucht, die undurchsichtige Datenlage transparenter und durch Eigeninitiative der Forschenden nach und nach die Datenlücken zur Vegetation sichtbar zu machen.

„Durch GIVD wissen wir nun, dass in Deutschland im internationalen Vergleich nur verschwindend geringe Mengen von Dauerbeobachtungsflächen vorhanden sind" sagt Dr. Florian Jansen von der Universität Greifswald und Mitinitiator der Plattform. „Gut dokumentierte Dauerbeobachtungsflächen wären zwingend notwendig, um den Rückgang der Biodiversität vor allem aufgrund des Landnutzungswandels zu dokumentieren und die Effektivität von Naturschutzmaßnahmen zu evaluieren."

„Es hat sich tatsächlich ein Stück weit die Kultur innerhalb der Community geändert", sagt Dr. Jürgen Dengler (Universität Hamburg). Die Hemmschwelle, jemanden nach Daten zu fragen, ist durch unsere Initiative gesunken und es ist einfacher geworden, unaufgeregt über die Modalitäten dieser Datenherausgabe zu reden."

Wie GIVD funktioniert und welche Ziele sie damit erreichen wollen, erzählen die deutschen Initiatoren im aktuellen NeFo-Interview:

http://www.biodiversity.de/index.php/de/fuer-presse-medien/erfolgsgeschichten/3152-givd-eine-neue-infrastruktur-fuer-datenverfuegbarkeit

Ansprechpartner:
Sebastian Tilch
NeFo-Pressereferent
Telefon: 0341-235-1062
E-Mail: sebastian.tilch@ufz.de

Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (NEFO) ist eine Kommunikationsplattform für Wissenschaftler und Anwender von Wissen zur biologischen Vielfalt. Das Projekt wird im Rahmen von DIVERSITAS-Deutschland e.V. (www.diversitas-deutschland.de) durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ein wichtiges Ziel ist es, die Forschung unterschiedlicher Disziplinen, die sich mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen zur Biodiversität befasst, stärker ins öffentliche Licht zu stellen. Hierzu stehen direkte Ansprechpartner für Fragen aus Medien, Politik und Öffentlichkeit bereit, arbeiten aktuelle Themen auf und vermitteln Experten.

Projektpartner sind das Museum für Naturkunde Berlin, Universität Potsdam und Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ.

Sebastian Tilch | NeFo News
Weitere Informationen:
http://www.biodiversity.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Demographie beeinflusst Brutfürsorge bei Regenpfeifern
25.04.2018 | Max-Planck-Institut für Ornithologie

nachricht Von der Genexpression zur Mikrostruktur des Gehirns
24.04.2018 | Forschungszentrum Jülich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Im Focus: Molecules Brilliantly Illuminated

Physicists at the Laboratory for Attosecond Physics, which is jointly run by Ludwig-Maximilians-Universität and the Max Planck Institute of Quantum Optics, have developed a high-power laser system that generates ultrashort pulses of light covering a large share of the mid-infrared spectrum. The researchers envisage a wide range of applications for the technology – in the early diagnosis of cancer, for instance.

Molecules are the building blocks of life. Like all other organisms, we are made of them. They control our biorhythm, and they can also reflect our state of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Silizium als neues Speichermaterial für die Akkus der Zukunft

25.04.2018 | HANNOVER MESSE

IAB-Arbeitsmarktbarometer: Trotz Dämpfer auf gutem Niveau

25.04.2018 | Wirtschaft Finanzen

AWI-Forscher messen Rekordkonzentration von Mikroplastik im arktischen Meereis

25.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics