Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stärkung der gefäßbiologischen Forschung an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt

26.05.2009
DFG bewilligt zweite Förderperiode des SFB-TR23 "Vascular Differentiation and Remodeling"

Störungen der normalen Funktion von Blutgefäßen sind direkt oder indirekt an mehr als zwei Drittel aller Todesfälle in der Bundesrepublik beteiligt. Sie sind daher bei den wichtigsten und bedrohlichsten Volkskrankheiten wie primäre Herz-Kreislauferkrankungen und Tumorerkrankungen, aber auch Diabetes, Augenerkrankungen und Hauterkrankungen von großer Bedeutung.

Mit der Bewilligung der zweiten Förderperiode des TransRegio-Sonderforschungsbereichs 23 bestätigt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt angesiedelte Expertise in der Gefäßbiologie. Als bisher einziger Sonderforschungsbereich in Deutschland widmet sich der im Jahr 2005 eingerichtete SFB-TR23 ausschließlich der Blutgefäßforschung. Dem Forschungsverbund gehören die Universität Heidelberg mit den Medizinischen Fakultäten in Mannheim und in Heidelberg, die Universität Frankfurt sowie das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg (DKFZ) an.

Die Wissenschaftler der beteiligten Institutionen verfolgen gemeinsam das Ziel, normale und gestörte Funktionen von Blutgefäßen auf der molekularen und zellulären Ebene systematisch zu analysieren und damit die Basis für die Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Verfahren zu schaffen.

Der SFB-TR23 wird künftig von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg koordiniert, da mit dem Übergang in die zweite Förderperiode ein Wechsel in der Sprecherfunktion einhergeht: Professor Dr. Hellmut Augustin übernimmt diese Funktion von Prof. Dr. Karl Plate, Direktor des Neurologischen Instituts (Edinger Institut) der Universität Frankfurt, der den SFB-TR23 in der ersten Förderperiode geführt hat. Professor Augustin ist Inhaber des Lehrstuhls für Vaskuläre Biologie und Tumorangiogenese der Aventis-Stiftung am Centrum für Biomedizin und Medizintechnik der Medizinischen Fakultät Mannheim (CBTM) und Leiter der Abteilung Vaskuläre Onkologie und Metastasierung am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg. Mit seiner Verankerung sowohl in der Medizinischen Fakultät Mannheim als auch im DKFZ in Form einer Brückenprofessur schafft er eine besonders enge Vernetzung der beiden Einrichtungen auf seinem Forschungsgebiet, die auch dem SFB-TR23 zugute kommt.

Die weitere Förderung des SFB-TR23 "Vascular Differentiation and Remodeling" wurde für vier Jahre bewilligt. Die zweite Förderperiode ab Juli 2009 beginnt mit einem "Kickoff-Meeting" am 15. Juli in Mannheim.

Im Sonderforschungsbereich TransRegio 23 sind die folgenden 18 Arbeitsgruppen zusammengeschlossen:
A2 Emmanouil Chavakis, Stefanie Dimmeler (Frankfurt)
A3 Hellmut Augustin (Mannheim/Heidelberg)
A4 Mirko Schmidt (Frankfurt)
A6 Ingrid Fleming (Frankfurt)
A7 Andreas Fischer (Mannheim)
A8 Johannes Eble (Frankfurt)
A9 Stefan Schneider (Mannheim)
B1 Sergij Goerdt (Mannheim)
B2 Marina Schorpp-Kistner, Peter Angel (Heidelberg)
B5 Carmen Urbich (Frankfurt)
B6 Thomas Wieland, Susanne Lutz (Mannheim)
B7 Stefan Liebner, Karl Plate (Frankfurt)
C1 Yvonne Reiss, Karl Plate (Frankfurt)
C5 Thomas Korff (Heidelberg)
C6 Markus Hecker (Heidelberg)
C7 Nina Wettschureck, Stefan Offermanns (Heidelberg/Frankfurt/Bad Nauheim)
Z1 Tobias Bäuerle, Margareta Müller (Heidelberg)
Z2 Jens Kroll (Mannheim)

Dr. Eva Maria Wellnitz | idw
Weitere Informationen:
http://www.transregio23.de
http://www.umm.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen
20.09.2017 | Veterinärmedizinische Universität Wien

nachricht Molekulare Kraftmesser
20.09.2017 | Max-Planck-Institut für Biochemie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik