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Sicherer Einsatz von Nanopartikeln in der Medizin

18.02.2011
In den vergangenen Jahren haben bildgebende Verfahren zu ganz wesentlichen Fortschritten in der medizinischen Diagnostik geführt. Eine detailreiche Darstellung des Körpers wird bei Verfahren wie der Kernspin- oder Computertomographie aber erst durch Kontrastmittel möglich gemacht.

Deren Weiterentwicklung soll die Verfahren schonender, sicherer und empfindlicher machen. Vielversprechend sind neuartige Nanopartikel auf der Basis von Metallverbindungen. Ihre Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen müssen jedoch vor ihrer Anwendung systematisch und mit großem Aufwand untersucht und bewertet werden.

Diesem Feld widmet sich das Forschungsprojekt „NanoKon“, an dem die Universität des Saarlandes, die Universität Mainz, das Leibniz-Institut für Neue Materialien gGmbH (INM) sowie zwei Ausgründungen des Forschungsinstituts, die sarastro GmbH und die Nanogate AG, beteiligt sind.

Die Forschergruppen wollen Sicherheitsvorschriften und Tests für den Einsatz von Nanopartikeln in der Medizin entwickeln. Mit umfangreichen Untersuchungen an neuartigen Kontrastmitteln für den Magen- und Darmbereich, die von den beteiligten saarländischen Firmen selbst hergestellt werden, sollen die Auswirkungen nanoskaliger Kontrastmittel auf den Darmtrakt des Menschen systematisch erfasst und bewertet werden.

Die Wissenschaftler im Projekt „NanoKon“ erforschen, wie sich die winzigen Teilchen sowohl im ganzen Organismus als auch in einzelnen Zellen verhalten und ob sie Schäden hervorrufen. Hochauflösende mikroskopische und tomographische Verfahren zeigen zum Beispiel, wie sich die Partikel im Körper und in einzelnen Zellen verteilen. Biochemische Methoden geben darüber Auskunft, ob und wie einzelne Zellen auf die Anwesenheit der Partikel reagieren. Auf der Basis der so ermittelten Ergebnisse werden Computersimulationen erstellt, die zukünftig die Vorhersage von Wechselwirkungen zwischen Nanopartikeln und Zellen ermöglichen.

Ein Ziel der Wissenschaftler ist es, Kriterien zu definieren, mit denen generell bewertet werden kann, wie sich Nanopartikel auf den menschlichen Körper – insbesondere auf den Darmtrakt – auswirken. Dies soll zum einen die Sicherheit des neuen Kontrastmittels gewährleisten und zum anderen generell zu einem sicheren und verantwortungsvollen Einsatz von Nanopartikeln in der biomedizinischen Anwendung beitragen.

Kontakt:

Dr. med. Rainer G. Hanselmann sarastro GmbH Telefon: 0 68 25/80 08 90
E-Mail: hanselmann@sarastro-nanotec.com
Dr. Annette Kraegeloh INM - Leibniz-Institut für Neue Materialien gGmbH
Tel. 06 81/93 00-4 40 E-Mail: annette.kraegeloh@inm-gmbh.de
Prof. Dr. Ludger Santen Lehrstuhl für theoretische Physik
Tel. 06 81/3 02-5 74 12 E-Mail: santen@lusi.uni-sb.de

Helga Hansen | Innovationseinblicke Saarland
Weitere Informationen:
http://www.geniales-saarland.de

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