Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Chancen der Biotechnologie für Ostdeutschland

16.04.2010
Neue Impfstoffe, Pflanzenzüchtungen zur Entgiftung belasteter Böden oder Reinigungsmittel für Abwässer: Die Biotechnologie ist äußerst zukunftsträchtig.

Vor allem ist sie Innovationsmotor für Anwendungen in der Medizin, Landwirtschaft, Umwelttechnik und industriellen Produktion. Ostdeutschland verfügt nicht nur über eine vielfältige Infrastruktur in der Biotechnologie, sondern auch über gut vernetzte Akteure aus Forschung und Industrie.

Größte Herausforderungen sind die Einwerbung von Finanzmitteln und der Technologietransfer. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Studie der Zukünftige Technologien Consulting der VDI Technologiezentrum GmbH "Chancen der Biotechnologie für Ostdeutschland".

Die 162-seitige Studie bietet erstmals einen Überblick über den Status Quo der Biotechnologie in Ostdeutschland, die Akteure sowie ihre Potenziale. Des Weiteren enthält die Studie die regionalen Besonderheiten in den mittel- und langfristigen Trends, einen Vergleich mit nationalen wie international führenden Regionen der Biotechnologie sowie eine Analyse der Chancen und Risiken der ostdeutschen Biotechnologie.

Im bundesweiten Vergleich ergibt sich für Ostdeutschland als Standort der Biotechnologie ein vielversprechendes Bild: Es gibt insgesamt 749 ansässige Akteure, davon sind 149 ausschließliche Biotechnologie-Unternehmen. Die größte Konzentration dieser Unternehmen besteht mit Abstand in Berlin-Brandenburg und Sachsen. Hinzu kommen 239 Forschungseinrichtungen sowie 62 Netzwerke und Kooperationen in Ostdeutschland. Mit rund 10.000 Beschäftigten in den ostdeutschen Biotechnologie-Unternehmen und über 4000 Wissenschaftlern in der Forschung wurde im Jahr 2008 in Ostdeutschland in der Biotechnologie schätzungsweise ein Umsatz von ca. knapp einer Milliarde Euro erzielt. Die Infrastruktur dafür ist solide: Wissenschaftliche Exzellenz ist in allen Regionen vorhanden. Neben dieser Nähe zur wissenschaftlichen Expertise bietet Ostdeutschland einen günstigen Kostenrahmen, eine ausgezeichnete Vernetzung der Akteure und die konsequente Förderung der Biotechnologie durch die Landesregierungen.

Die zukünftigen Herausforderungen für die ostdeutsche Biotechnologie liegen vor allem in der verstärkten Einwerbung von Wagnis- und Beteiligungskapital, in einem beschleunigten Technologietransfer, in der Anwerbung von qualifiziertem Fachpersonal und in einer noch deutlicheren Profilierung der Biotechnologie-Standorte in Ostdeutschland. Schwerpunkte und ostdeutsche Potenziale liegen in vielen Bereichen, beispielsweise in der Diagnostik, auf die sich unter anderen Berlin-Brandenburg, Thüringen und Sachsen spezialisiert haben, Pflanzenbiotechnologie in Sachsen-Anhalt, Biotechnologie für die industrielle Produktion in Mecklenburg-Vorpommern sowie Bioinstrumente und Biophotonik in Thüringen.

Die Studie wurde erarbeitet von Zukünftige Technologien Consulting der VDI Technologiezentrum GmbH im Auftrag des Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer und des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).

Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:

Dr. Vera Grimm
Zukünftige Technologien Consulting
der VDI Technologiezentrum GmbH
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf
Tel. (0211) 6214-491
Fax (0211) 6214-139
grimm@vdi.de

Eva Cebulla | VDI
Weitere Informationen:
http://www.zukuenftigetechnologien.de/detail.php?c=496&s=1
http://www.zukuenftigetechnologien.de/publikationen.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Entzündung weckt Schläfer
29.03.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Rostocker Forscher wollen Glyphosat „entzaubern“
29.03.2017 | Universität Rostock

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten