Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Indonesische Riffe begeistern Wissenschaftler

16.05.2002


Größte Zahl an verschiedenen Tieren und Pflanzen

Australische Meeresbiologen haben bei kleinen Koralleninseln nahe der Küste der indonesischen Provinz Papua die größte Anzahl an Meereslebewesen festgestellt. Demnach leben in den Gewässern vor dem entlegenen Archipel rund 1.100 verschiedene Arten von Fischen, 600 verschiedene Spezies von Mollusken und 450 verschiedene Korallenarten. Die australischen Forscher bezeichnen die Entdeckung als wissenschaftliche Sensation, berichtet BBC-online.

Die Diversität an verschiedenen Lebewesen bei den Raja Ampat Inseln wurde vom Wissenschaftler Gerald Allen vom Museum of Western Australia in mehreren Tauchgängen untersucht. Bei einem einzigen Tauchgang konnte der Forscher über 280 Fischarten sichten. Andere Forscher, die sich an dem Forschungsprojekt beteiligten, haben gemeint, dass in der Unterwasserwelt vor den Inseln auch viele bisher unbekannte Arten von Korallen vorkommen. In der zweieinhalbwöchigen Untersuchung der Wissenschaftler wurden insgesamt 972 Spezies an Fischen gesichtet. "Das ist eine phänomenale Zahl", so Allen. "Der Grund für die unglaubliche Vielfalt an Lebewesen liegt darin, dass die Inseln sozusagen der Treffpunkt verschiedener Meere sind. Meerstiere, die von den Gewässern Papua Neuguineas bekannt sind, sind dort ebenso zu sehen wie Arten von den Philippinen und West-Indonesien", so der Wissenschaftler. Die geographische Position schütze den Archipel auch vor dem kräftigen El-Nino, da kühleres Wasser zufließen kann.

Die Forscher warnen jedoch eindringlich vor der Zerstörung der einzigartigen Rifflandschaft. Illegale Schlägerungen und illegale Fischerei könnten der Naturschönheit schnell ein Ende bereiten. Bodenersosion auf den Inseln könnte den Nährstoffeintrag erhöhen. Dann sterben die empfindlichen Korallen ab. Die Umweltorganisation Conservation International, die die Expedition unterstützt hat, möchte die Inseln auf die Liste der World Heritage Sights setzen. Dadurch könnte zumindest lokal die einzigartige Rifflandschaft geschützt werden.

Wolfgang Weitlaner | pte.monitor
Weitere Informationen:
http://news.bbc.co.uk
http://www.conservation.org
http://www.icran.org

Weitere Berichte zu: Gewässer Lebewesen Riff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Verbesserte Kohlendioxid-Fixierung dank Mikrokompartiment
25.09.2017 | Max-Planck-Institut für Biochemie

nachricht Regenbogenfarben enthüllen Werdegang von Zellen
25.09.2017 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Hochvolt-Lösungen für die nächste Fahrzeuggeneration!

25.09.2017 | Seminare Workshops

Seminar zum 3D-Drucken am Direct Manufacturing Center am

25.09.2017 | Seminare Workshops