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Bessere Behandlungsmöglichkeiten für Hepatitis-C

17.08.2006
Verbesserte Behandlungsmöglichkeiten von Hepatitis-C, eine Krankheit an der Millionen Menschen weltweit leiden, könnten dank der Arbeit eines internationalen Wissenschaftlerteams ein Stück näher gerückt sein. Bei ihren Untersuchungen entdeckten die Forscher, unter anderem von der australischen Monash University, dass ein einziges Gen die Bildung des Hepatitis-C Virus blockieren kann.

Für ihre Forschungsarbeit reproduzierten die Wissenschaftler das Hepatitis-C Virus in Mauszellen. Unter Anwendung verschiedener Mausmodelle gelang es ihnen zu zeigen, dass ein bestimmtes Gen die Vermehrung des Virus in Mäusen aufhalten kann. "Wenn ein Mensch sich mit dem Hepatitis-C Virus infiziert, produziert das Immunsystem ein Interferon genanntes Protein, um die Infektion zu bekämpfen", so Co-Autor der Studie Professor Bryan Williams, Leiter des Monash Institute of Medical Research. "Wir konnten nun zeigen, dass Interferon ein bestimmtes Gen namens Proteinkinase R anregt, in dem Versuch, die Verbreitung des Virus im Körper zu stoppen."

Hepatitis-C Viren vermehren sich mit sehr hoher Geschwindigkeit. Die virale Vermehrungsrate liegt bei einer infizierten Person bei etwa einer Billion Viruspartikel pro Tag. Die nun vorliegenden Forschungsergebnisse werden ein besseres Verständnis über die Vermehrung des Virus liefern und darüber, wie und warum die Proteinkinase R die Bildung des Virus blockiert.

Die Wissenschaftler erhoffen sich auch verbesserte Erkenntnisse darüber, warum einige Hepatitis-C Patienten besser auf ihre Behandlung reagieren als andere. Die einzige momentan verfügbare Behandlungsmethode für Hepatitis-C Patienten ist eine Interferon-Therapie, die darauf abzielt, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Es gibt jedoch sechs verschiedene Genotypen des Virus, die alle unterschiedlich auf eine Behandlung ansprechen. Die Wissenschaftler wollen nun untersuchen, warum einige Genotypen empfänglicher für eine Interferon-Therapie sind als andere und wie die Therapie auf die unterschiedlichen Genotypen angepasst werden kann.

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Sabine Ranke-Heinemann | idw
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