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Giftstoff als wichtiger Faktor bei Alzheimererkrankungen identifiziert

11.08.2005


Australische Wissenschaftler haben einen Giftstoff identifiziert, der beim Voranschreiten von Alzheimer eine entscheidende Rolle spielt.



Das Team um Professor Bruce Brew und Dr. Gilles Guillemin von der University of New South Wales in Sydney fand im Zuge seiner Studien heraus, dass die Gehirne aller untersuchten Alzheimerpatienten eine neurotoxische Quinolinsäure-Vergiftung aufwiesen. Die Säure tötet Nervenzellen im Gehirn ab und führt zu Fehlfunktionen des Gehirns und letztendlich zum Tod.

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Quinolinsäure ist zwar nicht unbedingt der Auslöser von Alzheimer, aber sie spielt bei dessen Voranschreiten eine entscheidende Rolle. Die Säure setzt einen biochemischen Prozess in Gang, der Kynurenine Pathway genannt wird. Die Aktivierung dieses Vorgangs tritt auch bei anderen verbreiteten Hirnerkrankungen wie Huntington, Schlaganfällen, Demenz oder Schizophrenie auf. "Es gibt eine Reihe von Medikamenten, die diesen Prozess blockieren können. Sie werden bereits von unseren und anderen Laboren näher untersucht", so Dr. Guillemin.

Alzheimer ist eine der meist verbreiteten Demenzerkrankungen, für die es gegenwärtig keine effektiven Behandlungsmethoden gibt. Die neuen Erkenntnisse sind daher von großer Bedeutung, denn das Voranschreiten von Alzheimer könnten mit entsprechenden Medikamenten gestoppt oder stark verlangsamt werden.

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Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neueseeländischer Hochschulverbund
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Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist die zentrale Verwaltungsstelle aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Deutschland und Österreich, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.

Sabine Ranke-Heinemann | idw
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