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DNA Test für Diabetes und Fettleibigkeit möglich

18.07.2005


Fehlerhafte Versionen von ENPP1 entscheidend



Wissenschafter des Imperial College London haben mit ENPP1 ein Gen entdeckt, das mit Diabetes und Übergewicht in Zusammenhang steht. Damit bestehe Hoffnung für die Entwicklung eines einfachen diagnostischen Tests. Fehlerhafte Versionen von ENPP1 beeinträchtigen die Art und Weise wie der Körper Energie speichert und durch die Blockierung von Insulin wie er Zucker verarbeitet. Betroffene Kinder waren laut BBC bereits im Alter von fünf Jahren stark übergewichtig. Die Wissenschafter meinten gegenüber Nature Genetics, dass eine frühe Erkennung des Problems und eine entsprechende Intervention Leben retten könnten. Bis 2010 sollen in Großbritannien drei Millionen Menschen unter Diabetes leiden.

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Mangelnde körperliche Bewegung und eine schlechte Ernährung tragen stark zu Fettleibigkeit und den Stoffwechselproblemen bei, die zu einer Diabeteserkrankung führen können. Die Autoren der aktuellen Studie gehen jedoch davon aus, dass manche Menschen genetisch vorbelastet sind. Für die Betroffenen - bis zu 20 Prozent der Weißen und bis zu 50 Prozent der dunkelhäutigen Menschen - soll ein gesunder Lebensstil von entscheidender Bedeutung sein. Das Team um Philippe Froguel untersuchte französische Familien mit einer langen Krankheitsgeschichte von Diabetes und Fettleibigkeit und verglich die Daten mit jenen einer nicht derart belasteten Kontrollgruppe. Beim Vergleich der Gene von 1.225 Kindern, die im Alter von fünf und elf Jahren entweder stark übergewichtig waren oder an Diabetes litten, mit 1.205 normalgewichtigen Kindern wurde ein klares Muster sichtbar. Viele der übergewichtigen Kinder verfügten über entsprechende Versionen von ENPP1.

Bei den Erwachsenen dieser Familien konnte ein ähnlicher Zusammenhang zwischen ENPP1 Varianten und Übergewicht hergestellt werden, ebenso wie zwischen den Genvariationen und ersten warnenden Anzeichen von Diabetes. ENPP1 stand bei Erwachsenen auch mit einer voll ausgebildeten Typ 2 Diabetes in Zusammenhang. Laut Froguel sei es extrem Besorgnis erregend, dass die betroffenen Kinder früh stark übergewichtig wurden und Diabetes erst in den mittleren Lebensjahren auftrat. Obwohl es technisch möglich sei, Menschen auf ENPP1 Varianten zu untersuchen, hält der Wissenschafter das nicht für die optimale Lösung des Problems. Die Forscher untersuchten nicht, wie sehr die Gene für die Gewichtszunahmen und die Stoffwechselprobleme verantwortlich waren und welche Rolle andere Ursachen spielten.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ic.ac.uk
http://www.nature.com/ng

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