Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bioimplantate für die Wirbelsäule

06.06.2005


Derzeit läuft an der TU Dresden ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, welches sich mit neuen Möglichkeiten bei dem Einsatz von Bioimplantaten beschäftigt. An dem Projekt sind das Max Bergmann Zentrum für Biomaterialien des Institutes für Werkstoffwissenschaften und das Institut für Textil- und Bekleidungstechnik der TU Dresden (ITB) sowie das Institut für Polymerforschung Dresden e.V. und die Unikliniken Ulm und Heidelberg beteiligt.



Im Ergebnis sollen Kollagentapes mit biologisch abbaubaren Fasern beflockt werden. Die Methode der Beflockung wird zum Beispiel bei der Erzeugung der samtigen Oberfläche bei der Herstellung von Brillenetuis angewendet. Nun soll sie bei der Produktion der Bioimplantate helfen. Die Tapes werden mit Pharmagelantine bedeckt und mit biologisch abbaubaren Fasern beflockt. "So entsteht eine Art "Samtstruktur", die mit Zellkulturen besiedelt wird", so Birgit Mrozik, wissenschaftliche Mitarbeiterin des ITB.



Die Zellen werden außerhalb des Körpers auf die Bedingungen in der Wirbelsäule vorbereitet, damit sie im Körper eine Regenerierung des Gewebes anregen können. Die Bioimplantate bauen sich parallel zur Wiederherstellung des Knorpelgewebes biologisch ab.

Zunächst untersucht die Forschungsgruppe in Frage kommende Fasern. Biologisch abbaubare Fasern werden in der Medizin zum Beispiel beim Nähen von inneren Verletzungen angewendet. Weiterhin wird analysiert, welche Pharmagelantine für die Beflockung von resorbierbaren Fasern geeignet ist und eine Zellbesiedelung ermöglicht. Außerdem werden Möglichkeiten zur mehrlagigen Verwendung der beflockten Kollagenstrukturen untersucht.

Das Projekt beinhaltet zunächst die Grundlagenforschung zu der genannten Thematik, wobei das wichtigste Anwendungsfeld im Bereich des Knorpels - und hierbei speziell der Bandscheibe - gesehen wird. Für den Einsatz in der Bandscheibe werden zusätzliche biomechanische Eignungsprüfungen an den neuen Materialien durchgeführt. Die gewonnenen Erkenntnisse können auch für eine Weiterentwicklung in den Bereichen der elektrostatischen Beflockung sowie der Biotechnologie und Medizintextilien hilfreich sein.

Informationen für Journalisten: Birgit Mrozik, Wissenschaftliche Mitarbeiterin ITB, Telefon 0351 463-34408, E-Mail: mrozik@itb.mw.tu-dresden.de

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de/

Weitere Berichte zu: Beflockung Bioimplantate Faser ITB Wirbelsäule

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Designerviren stacheln Immunabwehr gegen Krebszellen an
26.05.2017 | Universität Basel

nachricht Wachstumsmechanismus der Pilze entschlüsselt
26.05.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten