Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Defekte Zellkompartimentierung als Krankheitsursache

31.03.2005


Internationales Symposium über die "Mechanismen zellulärer Kompartimentierung" - Reaktionsräume in biologischen Zellen als Grundlage für zelluläre Leistungssteigerung und das Verständnis von Krankheiten - Zellbiologen aus den USA und Europa diskutieren neueste Entwicklungen


Vom 6. bis 8. April 2005 findet an der Philipps-Universität Marburg ein internationales Symposium über die Mechanismen zellulärer Kompartimentierung statt ("Mechanisms of Cellular Compartmentalization"). Veranstalter ist Professor Dr. Roland Lill, Sprecher des DFG-geförderten Sonderforschungsbereichs 593 "Mechanismen der zellulären Kompartimentierung und deren krankheitsrelevante Veränderungen" und Leiter des Instituts für Zytobiologie der Philipps-Universität. Veranstaltungsort ist die Aula der Alten Universität der Philipps-Universität, Lahntor 3 in Marburg.

Die Kompartimentierung von biologischen Zellen, also deren räumliche Unterteilung durch Biomembranen, schafft Reaktionsräume (so genannte Organellen), in denen spezifische biologische Prozesse ablaufen und gesteuert werden. Sie erst ermöglicht die enorme Differenzierung und Leistungssteigerung spezialisierter Zellen. "So gesehen sind Kompartimente eine zentrale evolutive Voraussetzung für die Entstehung höherer Organismen", so Roland Lill. Allerdings können bei Störungen der zellulären Kompartimentierung durch genetische Defekte oder Viren Krankheiten auftreten. Insofern hat die genaue Kenntnis der zellulären Kompartimentierung auf zellulärer und molekularer Ebene Bedeutung sowohl für die Grundlagenforschung als auch für das Verständnis vieler Krankheiten.


Die Themen der englischsprachigen Konferenz umfassen den Stofftransport in und über die unterschiedlichen Membranen einer Zelle, die Assemblierung von Viren in verschiedenen zellulären Kompartimenten, die Verteilung von Metallen auf verschiedene Kompartimente sowie die Biosynthese von Zellorganellen. Ein Schwerpunkt der Tagung wird die Diskussion der Bedeutung dieser zellulären Vorgänge für verschiedene Krankheiten sein. Als Sprecher konnten herausragende Spitzenwissenschaftler gewonnen werden, die ihre neuesten Erkenntnisse präsentieren werden.

Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich zum Symposium eingeladen.

Ansprechpartner:

Professor Dr. Roland Lill: Philipps-Universität Marburg, Institut für Zytobiologie und Zytopathologie, Robert-Koch-Straße 6, 35037 Marburg, Tel.: (06421) 28 66483, E-Mail: lill@staff.uni-marburg.de, Internet: www.uni-marburg.de/cyto/

Thilo Körkel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-marburg.de/sfb593/kongress1.html
http://www.uni-marburg.de/sfb593/
http://www.uni-marburg.de/sfb593/kongress.htm

Weitere Berichte zu: Kompartimente Kompartimentierung Virus Zytobiologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Zirkuläre RNA wird in Proteine übersetzt
24.03.2017 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen
24.03.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise