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Impfstoff gegen die Wespengiftallergie

16.03.2005


Bis zu 19% der Bevölkerung leiden an verschiedenen allergischen Reaktionen auf Insektenstiche. Die verfügbaren Immuntherapien sind äußerst wirksam gegen diese Allergien. Nun sind Wissenschaftler jedoch auf der Suche nach nicht-invasiven Verabreichungsmethoden, um sowohl die Wirksamkeit als auch die Verträglichkeit zu erhöhen.


Die Forschungsbemühungen richteten sich auf die Erstellung eines neuartigen Tiermodells zur Untersuchung der Wespengiftallergie und zur Entwicklung neuer prophylaktischer Behandlungsstrategien. Die intranasale Verabreichung eines rekombinanten Wespengifts (rVes V 5) führte zu einer Reduzierung der Postsensibilisierung von wespengiftspezifischen Antikörpern. Mit anderen Worten kann die bei einem Wespenstich in Gang gesetzte allergische Reaktion durch die vorherige Schleimhautanwendung einer rekombinanten Form des Giftes teilweise gestoppt werden.

In Anbetracht dessen, dass die Allergieentwicklung sehr stark von der Häufigkeit der Sensibilisierungsereignisse abhängt, ist die intranasale Toleranzinduktion am besten für Personen geeignet, für die ein wiederholtes Risiko eines Wespenstichs besteht. Die Untersuchung der Toleranzinduktionsmechanismen bietet zahlreiche Ansätze für weitere Forschungsarbeiten, insbesondere auf dem Gebiet der Aktivierung von Immunsuppressionspfaden.


Die Verabreichung eines intranasalen Impfstoffs soll durch die erleichterte Anwendung und die nicht-invasive Natur dieser Methode die Verträglichkeit beim Patienten steigern.

Ursula Wiedermann-Schmidt | ctm
Weitere Informationen:
http://www.uibk.ac.at

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