Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

INACTINE-Technologie zur Deaktivierung von Krankheitserregern öffnet

16.07.2001
Erythrozyten in ihrer Struktur und Funktion sowie eine große Sicherheitsspanne für den Patient während der Transfusion zu sichern," fügt Herr McDonough hinzu.
INACTINE(TM) ist eine bahnbrechende Technologie, die die DNS und die RNS der im Blut befindlichen, pathogenen Keime deaktiviert und somit das Blut vor bakteriellen und viralen Krankheitserregern schützt. Im Rahmen der Jahrestagung der Internationalen Gesellschaft für Bluttransfusion (ISBT) wurden heute in Paris erste Daten vorgestellt.

Ergebnisse der Phase I-Studie belegen, dass mit INACTINE behandelte Erythrozyten mindestens 28 Tage lang konserviert werden können. Die Daten zeigen auch, dass ein Überleben der mit INACTINE behandelten Zellen genau so normal ist, wie das Überleben der unbehandelten Zellen, und dass sie alle notwendigen und therapeutisch nützlichen Eigenschaften behalten.

"Unser Ziel ist ein Verfahren, welches bereits bekannte aber auch noch unbekannte Viren, Bakterien und Protozoen inaktiviert," so Brian McDonough, Leiter Blood Business bei Pall Medical. "Dies ist besonders wichtig für rote Blutkörperchen, die als Blutbestandteile am häufigsten verabreicht werden." Rund 40 Millionen Transfusionen mit Erythrozytenkonzentrat werden jährlich weltweit durchgeführt. "Die Herausforderung der Deaktivierung von Krankheitserregern in roten Blutkörperchen besteht darin, eine breite Skala von pathogenen Keimen zu neutralisieren, auch wenn in ein paar davon schwer einzudringen ist. Es geht darum, die Qualität und die Integrität der

Obwohl Vorfelddiagnostiken und Labortests das Transfusionsblut in der Vergangenheit sicherer gemacht haben, droht weiterhin die Infektionsgefahr durch Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger. Die bei der Transfusion übertragenen Infektionskrankheiten, z.B. HIV, Hepatitis B und C, und HTLV-I, zeigen u. a. die Empfindlichkeit des eingesetzten Blutes.

INACTINE wirkt in Form eines kleinen Moleküls, welche die Nukleinsäuren (DNS und RNS) der im Blut befindlichen Krankheitserregern angreift. Dieser höchst spezifische Mechanismus neutralisiert pathogene Keime, so dass sie nicht mehr fähig sind, sich zu vermehren. Da rote Blutkörperchen für deren Umlauf und Funktion keine DNS und RNS besitzen, kann INACTINE ihren therapeutischen Wert nicht mindern.

Martin Floerkemeier | PALL Life Sciences
Weitere Informationen:
http://www.pall.com

Weitere Berichte zu: Blutkörperchen DNS Deaktivierung INACTINE Krankheitserreger RNS Transfusion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Chaos bei der Zellteilung – wie Chromosomenfehler in Krebszellen entstehen
23.08.2017 | Deutsches Krebsforschungszentrum

nachricht Winzige Spurenverunreinigungen, enorme Auswirkungen
23.08.2017 | Technische Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Leichtbau-Tagung: Großserienfähiger Leichtbau im Automobil

23.08.2017 | Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Chaos bei der Zellteilung – wie Chromosomenfehler in Krebszellen entstehen

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

23.08.2017 | Förderungen Preise

Winzige Spurenverunreinigungen, enorme Auswirkungen

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie