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Therapeutisches Klonen für die Behandlung von Erbkrankheiten

01.07.2004


Produktion von genetisch identen Stammzellen



Ein Mitglied jenes Forschungsteams, das erstmals Stammzellen von einem geklonten menschlichen Embryo entwickelt hat, hat auf der Konferenz der Europäischen Gesellschaft für menschliche Reproduktion und Embryologie (ESHRE) verkündet, dass sein Team im Stande sei, potenziell unlimitierte und undifferenzierte Stammzellen zu generieren. Diese Technik kann beispielsweise für Gewebe-Regeneration oder in der Transplantationsmedizin angewandt werden, sagte Shin-Yong Moon von der Seoul Nationaluniversität in Südkorea.

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Moon und seine Kollegen nahmen 242 Eier von 16 gesunden Spendern. Sie nutzten die Klontechnik Körperzellenkerntransfer SNCT um den Kern jedes unbefruchteten Eis zu entfernen und durch einen Kern zu ersetzen, der von einer Zelle aus dem Cumulus des Spenders stammte, jenem Klumpen von Zellen, die das Ei umgeben. Die Eier wurden dann dementsprechend stimuliert, dass sie mit der Zellteilung begannen und nach 30 Tagen entstanden Blastozysten. Aus diesen konnten die Forscher eine Kolonie von Stammzellen extrahieren. Obwohl dieser Vorgang in hohem Maße experimentell ist und noch einer Verbesserung bedarf, wurde die Publikation mit großem Enthusiasmus begrüßt aufgrund des Potenzials Stammzellen zu produzieren, die dem Spender genetisch ident sind.

"Das bedeutet, dass Patienten, die sie als Teil der Behandlung erhalten haben, sie nicht als Fremdkörper abstoßen", erklärt Moon. "Wir nennen das therapeutisches Klonen, um es vom reproduktiven Klonen zu differenzieren, wo das Ziel ist, einer Frau einen geklonten Embryo einzupflanzen, um ein Kind zu zeugen." Beim therapeutischen Klonen wird der Embryo zerstört, nachdem die Stammzellen abgeerntet worden sind. Wissenschaftler versprechen sich vom therapeutischen Klonen große Erfolge bei der Behandlung verschiedener körperlicher Funktionsstörungen, darunter vielen Erbkrankheiten. Moon weiter: "Wir glauben, dass wir die Tür zu einer außergewöhnlichen Revolution in der Medizin geöffnet haben, wobei eines Tages Organtransplantationen von fremden Spendern der Vergangenheit angehören werden und wo Millionen von Menschen Zugang zu lebensrettenden Therapien haben werden, die auf ihrer eigenen DNA basieren."

Marietta Gross | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.eshre.com

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