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ENDOTRAP - Paul-Ehrlich- und Robert-Koch-Institut nutzen innovative Endotoxin-Falle

07.05.2004


EndoTrap ist ein von Profos selbst entwickeltes Reinigungs-System und entfernt sämtliche Endotoxine aus Proteinlösungen. Die etwa fingerdicken EndoTrap-Säulchen enthalten mikroskopisch kleine Sepharose-Kügelchen, an die spezielle Bakteriophagenproteine gebunden sind. Diese Hilfsproteine fischen sämtliche Endotoxine aus der Lösung, lassen die eigentlichen Zielproteine jedoch unbehelligt; letztere fließen im Reinzustand unten aus dem Säulchen („hochaffine chromatographische Endotoxin-Abtrennung“).



Endotoxine (Lipopolysaccharide, LPS) finden sich in der Zellwand vieler Bakterien. Im Experiment verfälschen Endotoxine das Ergebnis, beim Menschen verursachen bereits geringe Endotoxin-Mengen schwere Vergiftungserscheinungen wie Entzündungen, Fieber oder Multiorganversagen mit Schock. Moderne biotechnologische Arzneimittel werden oftmals in Mikroorganismen hergestellt und enthalten daher im Rohzustand ebenfalls hohe Endotoxin-Konzentrationen. Aus Sicherheitsgründen müssen Medikamente daher nach ihrer Herstellung im Bioreaktor von sämtlichen Endotoxin-Verunreinigungen gesäubert werden.



Im Gegensatz zu den auf dem Markt befindlichen Konkurrenzprodukten besitzt EndoTrap eine wesentlich höhere Proteinwiederfindungs-Rate: Bei minimaler Verdünnung wird das gereinigte Zielprotein im funktionsfähigen Zustand und nahezu 100-prozentig wiedergewonnen.

Als „das beste System der letzten Jahre“ bezeichnen Forscher am Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) das EndoTrap-System von Profos. Die Wissenschaftler um den Virologen Dr. Joachim Denner verwenden das neuartige Entotoxin-Entfernungssystem unter anderem in der AIDS-Forschung. Denner, RKI-Direktor und ausgewiesener Virenexperte, äußerte sich sehr zufrieden über Wirkungsweise und Effizienz von EndoTrap.

Ebenfalls gute Erfahrungen macht derzeit Dr. Stephan Scheurer, Allergologe am Langener Paul-Ehrlich-Institut (PEI), der Bundesbehörde für die Arzneimittel-Zulassung. Um die biologische Aktivität von Allergenen, etwa aus Birkenpollen oder Tomaten, möglichst genau zu ermitteln, stellt Scheurers Arbeitsgruppe diese Allergene rekombinant in E. coli her. Bei den nachfolgenden Tests in humanen Zellkulturen sowie im Mausmodell würden jedoch bereits kleinste Spuren von E. coli-Endotoxinen die Versuchsergebnisse verfälschen. Dr. Scheurer über das Endotoxin-Abreicherungssystem von Profos: „Die bisherigen Erfahrungen mit EndoTrap lassen auf eine gute Wiederfindbarkeit der Proteine und auf eine effiziente Endotoxin-Entfernung schließen.“

Über Profos AG

Profos AG, das Regensburger Biotechunternehmen, nutzt die natürlichen Feinde von Bakterien, um verblüffend effektive Hilfsmittel zu deren Detektion und Isolation zu entwickeln. Profos besitzt einen umfangreichen Erfahrungsschatz in Proteinbiochemie sowie Phagentechnologie und hat binnen kurzer Zeit neuartige Produkte zur Endotoxin-Entfernung, zur Hochdurchsatz-Proteinaufreinigung sowie für NMR-Messungen zur Serienreife gebracht. Die von Profos verwendete Technologie ist durch eine Vielzahl eigener Patente abgesichert.


Thomas Zander (Public Relations)
PROFOS AG
Josef-Engert-Straße 9
D-93053 Regensburg
Germany
Tel: +49 (0) 941 942 62-0
Fax: +49 (0) 941 942 62-42
E-Mail: thomas.zander@profos.de

Thomas Zander | Profos AG
Weitere Informationen:
http://www.profos.de

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