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Mechanische Chemie mit Nano-Werkzeugen

05.06.2003


Dominik Marx von der Ruhruniversität Bochum und Harald Fuchs von der Universität Münster haben über Computer-Simulation gezeigt, wie mit der Hilfe eines hakenförmigen Thiolat-Moleküls - welches an die Spitze eines Rasterelektronenmikroskops montiert ist - ein Golddraht aus einer Goldoberfläche gezogen werden kann. Während gegenwärtig chemische Prozesse überwiegend durch thermische, elektrische oder photochemische Energien eingeleitet werden, deuten diese Versuche auf die Möglichkeit hin, mechanischer Kräfte zur Stoffumwandlung zu nutzen. Nach den erfolgreichen Simulationsversuchen stehen jetzt erste praktische Versuche im Labor an. Im Erfolgsfall könnte es zukünftig möglich werden, chemische Substanzen über mechanische Handlungen gezielt zu modifizieren. Ebenso könnte es über diese Vorgehensweise gelingen, Verbindungen herzustellen, die über konventionelle Synthesen nicht gewonnen werden können. Auch die ultrafeine und punktgenaue Verdrahtung von Mikrochips könnte mit dieser Methode in Betracht gezogen werden.



Quelle: Angewandte Chemie, Bd. 20, 162 (2003)



Ruhr-Universität Bochum
Herr Dominik Marx

Tel.: +49 234 32 28083
Fax: +49 234 32 14045
D-44780 Bochum

dominik.marx@theochem.ruhr-uni-bochum.de

| NeMa
Weitere Informationen:
http://www.theochem.ruhr-uni-bochum.de
http://www.neuematerialien.de/alle_fachbereiche/nachrichten/einzel_de.php4?mode=show_oid&search_what=oid&search_oid=435

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