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Erdbeer-Gen liefert Vitamin-C-Bombe

13.01.2003


Gen GalUR für kommerzielle Ascorbinsäure-Produktion von Bedeutung



Spanische Molekularbiologen haben in reifen Erdbeeren ein Gen entdeckt, das die Entwicklung "vitamin-getränkter" Früchte vorantreiben könnte. Das Gen GalUR ist für jenes Erdbeeren-Enzym verantwortlich, dass das Protein D-Galakturonsäure in Vitamin C verwandelt. GalUR könnte somit den Baustein für Früchte mit der Extra-Portion Vitamin C legen, schreiben die Forscher der Universität von Malaga in Nature Biotechology. Da Vitamin C als die wichtigste produzierte Spezialsubstanz der Welt gilt, könnte die Entdeckung des Gens einen wesentlichen Einfluss auf die kommerzielle Produktion der Substanz haben.

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Forscher unter der Leitung von Victoriano Valpuesta testeten das selbe Gen in der Pflanze Arabidopsis thaliana (Ackerschmalwand). Sie gilt als die am besten erforschte Pflanze der Welt. Es zeigte sich, dass Gene, die das Enzym überexprimierten, den zwei- bis dreifachen Vitamin-C-Gehalt lieferten. So könnten auch andere Pflanzen, die dieses Gen nutzen, mit einem hohen Gehalt an Vitamin C (Ascorbinsäure) gezüchtet werden.

Im Jahr 2000 ist es Forschern bereits gelungen, den Vitamin-C-Gehalt in Salat zu erhöhen. Zu diesem Zweck wurde das Gen für das Enzym Oxidase eingebracht. Da das Gen allerdings von einer Ratte stammte, musste mit Widerstand der Konsumenten gerechnet werden. Da in der aktuellen Studie das Gen von Erdbeeren stammte, rechnet Valpuesta mit größerem Vertrauen in der Bevölkerung. Ökologen stehen genetisch veränderten Anbaupflanzen im Allgemeinen skeptisch gegenüber. Die langfristige Auswirkung auf Gesundheit und Umwelt könnte gefährlich sein.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nature.com/biotech

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