Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EU-Projekt begibt sich auf kriminalistische Spurensuche

06.08.2002


Internationales Team untersucht Genauigkeit von Verfahren zur Ermittlung des DNA-Profils

Forscher aus Deutschland, Dänemark, Spanien und Großbritannien testen im Rahmen eines EU-Projektes die Genauigkeit und Leistungsfähigkeit von Verfahren zur Bestimmung von DNA-Profilen aus biologischen Spuren, die an einem Tatort gefunden wurden. Das Projekt ist auf zwölf Monate anberaumt und mit einem Budget von mehr als 1,5 Mio. Euro ausgestattet. Projektstart ist September.

Die menschliche Erbsubstanz wird von Kriminalwissenschaftlern zur Identifizierung von Personen anhand von biologischen Spuren, die an einem Tatort gefunden wurden, eingesetzt. Die derzeitige DNA-Technologie ermöglicht die eindeutige Identifizierung von Personen unter Zuhilfenahme von Blut, Sperma, Speichel, Knochen, Zähnen, winzigen Hautteilchen oder anderen Körpergeweben. Mit der DNA-Kriminalwissenschaft werden aber nicht nur verdächtige Personen ermittelt, sondern auch diejenigen entlastet, die fälschlicherweise eines Verbrechens beschuldigt werden. Die leitende britische Wissenschaftlerin Denise Syndercombe-Court von der University of London Queen Mary´s School of Medicine and Dentistry erklärte: "Das Projekt wird die Verbrechensermittlung in Europa beschleunigen und in jenen Fällen hilfreich sein, in denen die bestehende Technik ungeeignet ist."

Derzeit setzen die meisten DNA-Datenbanken weltweit die so genannte Short Tandem Repeat (STR)-DNA ein, um einen genetischen Fingerabdruck zu erstellen. Oftmals ist aber das an Tatorten sichergestellte DNA-Material sehr unvollständig, so dass aus den STRs kein vollständiges Profil konstruiert werden kann. Durch die Verwendung von einzelnen Nukleotid-Polymorphinen (Single Nucleotide Polymorphisms - SNPs), einer anderen Komponente der DNA, kann aus fragmentierter DNA ein Profil erstellt werden.

An dem Projekt ist die Londoner Queen Mary´s School of Medicine and Dentistry, die Mainzer Gutenberg Universität , die Universität von Kopenhagen und die Universität Santiago de Compostela beteiligt.

Sandra Standhartinger | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.qmw.ac.uk/
http://www.uni-mainz.de/
http://www.ku.dk/

Weitere Berichte zu: EU-Projekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Software mit Grips
20.04.2018 | Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Frankfurt am Main

nachricht Einen Schritt näher an die Wirklichkeit
20.04.2018 | Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics