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Bakterien fressen Pestizidrückstände auf

06.08.2008
Ideale Möglichkeit zur biologischen Sanierung kontaminierter Böden

Mitarbeiter des zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto di Ricerca sulle Acque haben Bakterienstämme entdeckt, die in der Lage sind, Rückstände von für die menschliche Gesundheit gefährlichen Pestiziden zu beseitigen.

"Vor allem die in Italien und weltweit in der Landwirtschaft am häufigsten verwendeten Pflanzenschutzmittel auf Triazin-Basis gehören zu den schlimmsten Risikofaktoren für Böden und Grundwasser", erklärte die Projektleiterin Anna Barra Caracciolo.

"Diese für Mensch und Natur gefährlichen Substanzen können jedoch von bestimmten Bakterienarten als Nahrungsquelle genutzt und somit nachhaltig abgebaut werden. Besonders geeignet ist der sowohl in der Erde als auch im Grundwasser vorkommende Rhodococcus wratislaviensis." Bakterien dieser Gattung könnten deshalb in idealer Weise zur biologischen Sanierung kontaminierter Böden eingesetzt werden.

"Die bisher angewandten Methoden zur Kultivierung von Bakterien unter Laborbedingungen haben zur Identifikation von rund 3.000 verschiedenen Bakterienarten geführt", so die italienische Forscherin weiter. "Diese stellen jedoch nur einen Bruchteil der tatsächlich existierenden Populationen dar. Dank neuer Molekulartechniken, die das Bakterien-DNA anhand der ribosomalen Ribonukleinsäure rRNA 16S bestimmen, ist inzwischen eine genauere Erkennung und Klassifizierung möglich."

Insbesondere gut geeignet sei die mit Hilfe von Fluoreszenzsonden funktionierende Hybridisierungstechnik, bei der kurze Gensequenzen (Oligonukletide) von Ribosomalbakterien an einen fluoreszierenden Marker gekoppelt werden.

Die Laborprobe wird dabei so vorbereitet, dass diese Sonden in das Zellinnere der Bakterien eindringen und die eventuell vorhandenen ribosomalen Gensequenzen hybridisieren. In diesem Fall könne dank der Fluoreszenztechnik die gesuchte Bakterienart oder -gattung unter dem Mikroskop sichtbar gemacht werden.

Harald Jung | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.irsa.cnr.it

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