Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Partikelbildung in dieselbetriebenen Motoren

21.02.2006
Die Forschungsabteilung Centro Ricerche Fiat entwickelte neue Softwaretools, die die Automobilhersteller bei der Entwicklung umweltfreundlicherer Dieselmotoren unterstützen sollen. Diese Motoren sollen weniger Ruß erzeugen und der zunehmend strengeren europäischen Gesetzgebung entsprechen.

Dieselbetriebene Verbrennungsmotoren bieten ökologische Vorzüge in Form einer gesteigerten Treibstoffökonomie und verminderter Kohlenmonoxidemissionen. Sie sind jedoch auch mit einem größeren Ausstoß von Feststoffteilchen und Stickoxiden verbunden als traditionelle, benzinbetriebene Motoren. Die europäische Kommission will dieses Problem lösen, indem sie strengere EURO-Emissionsnormen für Dieselmotoren verabschiedet. Ein großer Antrieb sind dabei die nachgewiesenen steigenden Gesundheitsrisiken durch das Einatmen dieser Partikel.

Um die europäischen Automobilhersteller bei der Erfüllung der strengeren Emissionsstandards zu unterstützen, nutzte die Forschungsabteilung Centro Ricerche Fiat (CRF) die numerische Strömungssimulation (CFD - Computational Fluid Dynamics). Unter Einsatz des von CD-adapco erstellten STAR CFD Pakets simulierte CRF die physikalischen und chemischen Prozesse, die in der Brennkammer des Dieselmotors stattfinden.

CRF nutzte STAR erfolgreich zur Nachbildung der Entwicklung von Fluss- und Temperaturfeldern im Inneren der Brennkammer. Die Modellergebnisse ließen sich gut mit Messungen vergleichen, die im Labor von CRF-Partnern im Rahmen des PARTSIZE-Projekts durchgeführt wurden. Ein weiterer wichtiger Beitrag lag in der Einbindung eines neuen Modells zur Rußpartikelbildung in STAR, das von einem anderen Mitglied des PARTSIZE-Konsortiums entwickelt wurde. Dieser zusätzliche Bestandteil liefert wertvolle Ergebnisse, wie beispielsweise die Gesamtmenge des ausgestoßenen Rußes und die damit verbundene Verteilung der Partikelgröße.

Europäische Automobilhersteller können diese neuen Softwaretools nutzen, um bessere Dieselmotoren zu entwerfen, die weniger Partikel erzeugen. Dies sichert nicht nur die Übereinstimmung mit der Emissionsgesetzgebung, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen Markt.

Maria Grazia (Di), Lisbona | ctm
Weitere Informationen:
http://cordis.europa.eu.int

Weitere Berichte zu: Automobilhersteller CRF Dieselmotor STAR

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise