Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsch-französische Forschung für das Auto von morgen

21.06.2010
Insgesamt 14 Unternehmen begleiten vom 22. bis 24. Juni französische Automobil-Cluster auf die Engine Expo nach Stuttgart.

Im Mittelpunkt der Forschungsprojekte stehen hybride und elektrische Drehstromantriebs- und Motorsteuerungen, Systeme zur Fahrunterstützung, Komfortsteuerung der Fahrgastzelle, elektrische Steuerung (x-by-wire), intelligente Sichtsysteme und neue Mensch-Maschine-Schnittstellen.

Drei Tage lang sollen im Rahmen von B2B-Treffen gemeinsame Projekte zwischen deutschen Forschungsinstituten und den französischen Mitgliedsfirmen der Cluster Mov’eo, LUTB, ID4Car und Véhicule du Futur gefördert werden. Abgerundet werden die Treffen durch ein Seminar zum Thema „Hybridfahrzeuge - Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland“ am 24. Juni.

Mov’eo betreibt F&E im Bereich Automobil und öffentliche Transporte und unterhält Standorte in den Regionen Basse-Normandie, Haute-Normandie und in der Ile-de-France. Dieses geografische Gebiet deckt über 70 Prozent der französischen F&E im Automobilbereich ab. Die Gemeinschaftsprojekte von Mov’eo betreffen die Bereiche Energie & Umwelt, Mechatronik, Sicherheit auf den Straßen sowie Mobilität & Dienstleistungen.

Mov’eo verzeichnet seit seiner Gründung vor vier Jahren über 200 Mitglieder. 125 F&E-Projekte wurden abgewickelt. Davon erhielten 60 eine öffentliche Förderung in Höhe von 90 Millionen Euro. Zu den teilnehmenden Unternehmen gehören Certam (F&E-Zentrum für Aerothermik und Motoren), Danielson Engineering (Entwicklung, Herstellung und Testing von Prototypenmotoren in Automobil und Luftfahrt), D2T (Entwicklungs- und Testingbüro für Antriebsaggregate) und Everest Team (Wirtschaftliche Interessensvertretung im Bereich Automobil und Transport). Panhard General Defense (Entwicklung militärischer Panzerfahrzeuge) und der Hersteller von Bauteilen für die Landwirtschaft und die AutomobilindustrieSAB Industries werden ebenfalls vertreten sein.

Der Verband LUTB umfasst das Kompetenzzentrum „Lyon Urban Truck and Bus“, das einzige Kompetenzzentrum Frankreichs, das sich mit dem öffentlichen Nah- und Fernverkehr für Personen und Waren befasst. Ebenso gehört das Automotive Cluster der Region Rhône-Alpes dazu. Bislang konnten 60 F&E-Projekte über einen Gesamtbetrag von 80 Millionen Euro realisiert werden. Diese waren Bestandteil der fünf Forschungsprogramme: Motorisierung und Antriebsstrang, Fahrzeugbau und Komfort, integrierte Sicherheitssysteme, Transportsysteme und Gestaltung sowie Management der Mobilität. Folgende Unternehmen begleiten LUTB: Neelogy (Entwickler magnetischer Sensoren zur Verbesserung der Energieeffizienz von Elektromotoren), ETNA Industrie (Hersteller von Hydraulik- und Pneumatikausstattungen und -bauteilen), Vibratec (Beratungsgesellschaft und Gutachter für Vibration und Akustik), Electricfil Automotive (Entwicklung und Herstellung von Zündkabeln und Fahrzeugsensoren) und Martek Power (Entwickler von Systemen zur Umwandlung elektrischer Energie).

„Véhicule du Futur“ deckt den Osten Frankreichs ab. In diesem Wirtschaftsraum werden über eine Million Fahrzeuge jährlich hergestellt. Die großen Themenbereiche sind Umweltfahrzeuge (Brennstoffzelle und Motor, innovatives Fahrzeug) sowie Fahrzeuge und intelligente Netze (Komfort und Sicherheit in der Fahrgastzelle, Systeme und Dienstleistungen für die Mobilität). Ein weiterer Bereich umfasst Entwicklungsprozesse sowie Werkstoffe und Verfahren. Das Kompetenzzentrum profitiert vor Ort von einem umfassenden Industrienetzwerk mit 1.100 Unternehmen und 54 Forschungsteams. Die an den B2B-Treffen teilnehmenden Mitglieder sind Phenix International (Lieferant von Spulen und Spezialist für Mechatronik), Digital Product Simulation (Integration von Analyse und Simulation in den industriellen Entwicklungsprozess) und die Technische Universität UTMB von Belfort.

Das im Westen Frankreichs angesiedelte Komeptenzzentrum ID4Car begleitet insbesondere KMU, die im Segment Kleinserienfahrzeuge und Sonderfahrzeuge tätig sind. Das Ende 2005 gegründete Kompetenzzentrum iD4CAR umfasst mehr als 100 Mitglieder, die meisten davon KMU, aber auch große Hersteller oder Zulieferer, Forschungslabore und Hochschuleinrichtungen. Seit März 2006 leistet es die Unterstützung, Abwicklung und Finanzierung von 25 Projekten mit einem Gesamtbudget von über 50 Millionen Euro.

Die Treffen stehen unter der Schirmherrschaft des Französischen Ministeriums für Wirtschaft, Industrie und Beschäftigung (DGCIS) und der Exportförderungsgesellschaft Ubifrance. Sie werden koordiniert vom Kompetenzzentrum Véhicule du Futur („Fahrzeug der Zukunft“).

Kontakt
Nathalie Daube
Pressereferentin
Deutsche Pressebüro von Ubifrance
E-Mail: nathalie.daube(at)ubifrance.fr

Nathalie Daube | UBIFRANCE
Weitere Informationen:
http://www.kooperation-international.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise