Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Center Stack von Preh: Krytox® Hochleistungsschmierung verhindert Geräuschbildung

21.03.2011
Bereits geringe Mengen der Krytox® Hochleistungsschmierstoffe von DuPont verhindern, dass Kunststoff- und Gummiteile im Karosserie- und Innenraumbereich von Kraftfahrzeugen während der Fahrt quietschen oder knarzen.

Die Öle und Fette lassen sich schnell und unkompliziert aufbringen und funktionieren bei extremer Hitze ebenso wie in arktischer Kälte – unsichtbar, ohne auszutrocknen oder auszugasen und ohne Kunststoffe und Kautschuke anzugreifen.


Foto: DuPont
Bei der Montage des von Preh für einen großen US-amerikanischen Hersteller produzierten Mittelkonsolen-Bediensystems (Center Stack) wird der Lichtleiter aus PMMA (hier gelb eingefärbt, siehe Pfeil) in eine auf dem Krytox® Hochleistungsschmiermittel von DuPont basierende Lösung eingetaucht. Damit verhindert Preh zuverlässig und dauerhaft, dass während der Fahrt Geräusche an den Kontaktstellen zwischen dem Lichtleiter, dem Gehäuse aus ASA (in der Grafik blau) und der Abdeckung aus PC (grau) entstehen.

Ein aktuelles Beispiel für deren effiziente Nutzung sind Halogenlichtleiter, die Teil des von der Preh GmbH (www.preh.com) hergestellten Bediensystems für die Mittelkonsolen zweier SUV eines großen US-amerikanischen Herstellers sind. Vor der Montage in seinem mexikanischen Werk taucht der Automobilzulieferer die Lichtleiter in eine Krytox® Lösung.

Nach dem Verdunsten des Lösemittels verhindert die auf ihrer Oberfläche verbleibende, hauchdünne Krytox® Schicht das Auftreten von Geräuschen während der Fahrt.

Grundbauteile des als ,Center Stack‘ bezeichneten Bediensystems sind das Gehäuse aus ASA (Acrylester-Styrol-Acrylnitril) und die dem Innenraum zugewandte, rauchgrau transluzente Blende aus PC (Polycarbonat). Die an die Gehäuserückseite angeclipsten, ca. 4 mm dicken und je 260 mm langen Lichtleiter aus PMMA (Polymethylmethacrylat) dienen der integrierten Ambientebeleuchtung. Dabei strahlen sie das eingespeiste Licht über ihre ganze Länge in Richtung der Abdeckung ab, so dass die gesamte Kontur des Bediensystems sphärisch zu leuchten scheint. Für die Insassen entsteht so der Eindruck, als würde der ,Center Stack‘ schwerelos in der Konsole schweben.

Dazu Wolfgang Tandler, Lead Engineer Development bei Preh: „Unsere hier in Deutschland entwickelten Baugruppen und Systeme durchlaufen bereits im Prototypenstadium anspruchsvolle Dauertests. Das Bediensystem bestand die von unserem Kunden vorgeschriebenen Shaker-Tests. Durch die Anwendung von Krytox® halten wir zudem auch die sehr niedrig angesetzten Schwellenwerte zur Geräusch-entwicklung ein.“ Und Romy Pfitzer, Projektmanagerin bei Preh, ergänzt: „Wir tauchen die Lichtleiter in eine Lösung, die 5% Krytox® enthält. Das Lösemittel verdampft sehr schnell, so dass die Lichtleiter fast direkt nach dem Eintauchen montiert werden können. Anders als handelsübliche Fette, wie sie beispielsweise für Drehmomentoptimierungen von Bedienelementen genutzt werden, ist Krytox® unsichtbar, so dass die Lichtwirkung unbeeinflusst bleibt.“ Costenoble (Eschborn), der exklusive Distributor für Krytox® in Deutschland, Österreich und der Schweiz, liefert anwendungsspezifisch optimierte Krytox® Lösungen, wie die bei Preh eingesetzte, unter dem Handelsnamen Osixo an Kunden in einer Vielzahl von Industriebereichen.

Hintergrundinformationen:
Krytox® Öle sind Perfluorpolyether (PFPE). Durch Verdicken dieser mittelviskosen Öle mit dem chemisch eng verwandten, pulverförmigen Polytetrafluorethylen (PTFE) Teflon® von DuPont resultieren die Krytox® Fette. Weil die sowohl in PFPE als auch in PTFE dominierende C-F-Verbindung zu den thermisch und chemisch stabilsten der organischen Chemie gehört, sind alle Krytox® Produkte chemisch inert und sauerstoffresistent, beständig gegen reaktive Chemikalien und – je nach Typ – gegen Temperaturen von –70 °C bis über 400 °C. Sie haben einen sehr niedrigen Reibwert und eine extrem hohe Lebensdauer, halten hohen mechanischen Belastungen stand und sind in den meisten Lösemitteln unlöslich. Sie sind farb- und geruchlos, unterstützen keine Verbrennung und sind nicht entflammbar. Darüber hinaus sind sie mit sämtlichen gängigen Elastomeren und Kunststoffen kompatibel. Krytox® wird in Fässern, Flaschen oder Aerosol-Dosen geliefert, verhält sich umweltneutral und kann nach Gebrauch regeneriert werden. Die hohe Schmierwirkung sowie die vielfältige Additivierbarkeit machen Krytox® Hochleistungsschmierstoffe zu einer kosteneffizienten Universallösung.

Zu den typischen Anwendungen im Kunststoffbereich gehören Steckverbinder aller Art, speziell die oft stramm sitzenden Stecker im Bereich der Fahrzeugelektrik und -elektronik, Schnappverbindungen und O-Ringe mit ihren empfindlichen Oberflächen. In allen Fällen liegen ihre Vorteile gegenüber Alternativen wie Glycerin, herkömmlichen Ölen und Fetten und speziell den hoch aggressiven Bioölen in ihrer breiten Werkstoff-Kompatibilität, Langzeitstabilität, Temperaturbeständigkeit und Verharzungsfreiheit. Speziell im Falle von O-Ringen aus dem Hochleistungs-Fluorkautschuk Viton® von DuPont wirken Krytox® Fette auch als zusätzliches, unter extremen Bedingungen einsetzbares Dichtmittel.

Preh ist ein weltweit tätiger Automobilzulieferer mit rund 2.400 Mitarbeitern in Deutschland, Portugal, Mexiko, den USA, Rumänien und China. Das Unternehmen wurde 1919 gegründet und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 350 Mio. Euro. Die Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen von Preh konzentrieren sich auf Bediensysteme, Sensoren, Steuergeräte und Montageanlagen.

DuPont Fluoropolymer Solutions ist ein führender Hersteller von Fluorkunststoffen, Additiven, Folien, Beschichtungen und Dispersionen aus PTFE (Polytetrafluorethylen), PFA (Perfluoralkoxy), FEP (Fluorethylenpropylen), ETFE (Ethylentetrafluorethylen) und PVF (Polyvinylfluorid). Zu den wichtigsten Anwendungsbereichen zählen die Automobilindustrie, die chemische Industrie, die Halbleiterfertigung, die Ölförderung, Behälter und Rohrleitungen für Chemikalien, Kommunikationstechnik, Luftfahrt, Elektronik, Haushaltswaren, das Bauwesen und erneuerbare Energien. Weitere Informationen im Internet unter www.teflon.com.

DuPont (www.dupont.com) ist ein Wissenschaftsunternehmen. 1802 gegründet, entwickelt DuPont auf Basis von Wissenschaft nachhaltige Lösungen, die das Leben der Menschen besser, sicherer und gesünder machen. Mit Geschäftsaktivitäten in über 90 Ländern und Regionen bietet das Unternehmen ein breites Spektrum innovativer Produkte und Dienstleistungen für Branchen wie Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Bauen und Wohnen, Kommunikation und Transport.

Das DuPont Oval, DuPont™, The miracles of science™ und Produktnamen mit der Kennzeichnung ® sind markenrechtlich geschützt für E.I. du Pont de Nemours and Company oder eine ihrer Konzerngesellschaften.

Hinweis für die Redaktion:
Diese Mitteilung basiert auf Informationen von:
Preh GmbH
Schweinfurter Str. 5 – 9
D-97616 Bad Neustadt a. d. Saale
Tel.: +49 (0) 9771 92-0
Fax: +49 (0) 9771 92-300
automotive@preh.de
Redaktioneller Kontakt:
Horst Ulrich Reimer
Public Relations Manager Europe, Middle East, Africa
Performance Chemicals & Fluoroproducts
Tel.: +49 (0) 6102 18-1297
Fax: +49 (0) 6102 18-1318
Mobil:+49 (0) 170 915 8742
horst-ulrich.reimer@dupont.com

Horst Ulrich Reimer | DuPont
Weitere Informationen:
http://www.dupont.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht RFID-Technologie: Digitalisierung in der Automobilproduktion
02.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF

nachricht Wenn dein Auto weiß, wie du dich fühlst
20.12.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von Hefe für Demenzerkrankungen lernen

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Sektorenkopplung: Die Energiesysteme wachsen zusammen

22.02.2018 | Seminare Workshops

Die Entschlüsselung der Struktur des Huntingtin Proteins

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics