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BMBF präsentiert Auto-Technik für das Fahren von morgen

26.06.2003


Staatssekretär Dudenhausen: "Fahrerassistenten machen die Straßen sicherer"

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Moderne Assistenzsysteme für Autofahrer können künftig Unfälle und Staus aktiv verhindern. Bei einer Präsentation der neuen Technik im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Donnerstag in Bonn hob Staatssekretär Wolf-Dieter Dudenhausen die gute Position der deutschen Autobauer im internationalen Wettbewerb hervor. "Die neu entwickelten Fahrerassistenten machen die Straßen sicherer und werden international beste Marktchancen haben." Wer jetzt in die Verkehrssysteme investiere, helfe den Menschen und setzte Standards für die Zukunft.

Das BMBF fördert daher die Forschungsinitiative INVENT (Intelligenter Verkehr und nutzergerechte Technik) aus der Automobilindustrie und Forschungsinstituten bei der Entwicklung intelligenter Fahrsysteme. Für die Arbeit der 23 INVENT-Partner stehen im Zeitraum 2001-2005 über 32 Millionen Euro bereit. Auf dem Themenschwerpunkt "Fahrerassistenz und Aktive Sicherheit" (FAS) entfällt mit rund 15 Millionen Euro der größte Teil. Moderne Fahrerassistenzsysteme werden den Fahrer künftig vorausschauend beim Ab- und Einbiegen, auf Kreuzungen und beim Ausweichen unterstützen, indem sie über Gegenverkehr, Fußgänger und Hindernisse informieren. Die Systeme können im Notfall auf Antrieb, Bremse und Lenkung einwirken. Zur Verkehrsbeobachtung dienen Kameras, Infrarotsensoren, Laser, Radar, Geodatenbanken, GPS sowie der Datenaustausch zwischen den Fahrzeugen selbst. Andere Hilfssysteme sollen den unnötige Spurwechsel vermeiden und dem Fahrer vorausschauend bei seiner Fahrstrategie unterstützen. Denn oft führt gerade der Spurwechsel zur falschen Zeit zu langen Staus. Damit Verkehrsteilnehmer erst gar nicht in einen Stau geraten, können sie zukünftig auf verbesserte Telematik- und Navigationsdienste zurückgreifen.


Alle neuen Systeme können den Fahrer nicht ersetzen aber unterstützen. Gedacht ist dabei an eine Reaktion in mehreren Stufen, von der Information über Warnhinweise bis hin zum automatischen Eingriff im Notfall. Weil diese Technik aktiv in den Verkehrsablauf eingreift, untersucht ein Experten-Team von INVENT parallel die verkehrs-, zulassungs- und haftungsrechtlichen Fragen sowie die Akzeptanz beim Kunden.

Neben der Verkehrssicherheit und der Weiterentwicklung von Navigationssystemen entwickelt INVENT auch neue Logistik-Konzepte sowie Dienste zur empfängergesteuerten Zustellung.

Zu den 23 INVENT-Partnern gehören Audi, BMW, Bosch, DaimlerChrysler Research and Technology, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Ericsson, die Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen Aachen (fka), Ford, Hella, Hermes Versand Service, IBM, das Institut für Automation und Kommunikation Magdeburg (ifak), MAN Nutzfahrzeuge, Navigation Technologies, Opel, PTV, die Siemens AG, Siemens Restraint Systems, Siemens VDO, Transver, der TÜV, die Universität Köln und Volkswagen. An den Projekten arbeiten zahlreiche Universitäts-Institute sowie kleinere und mittelständische Unternehmen mit.

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.invent-online.de

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