Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Anzeichen für Wachstum im Automationsgeschäft

20.11.2003


Siemens sieht in seinem ertragsstarken Geschäftsfeld Automatisierung Anzeichen für ein leichtes Wachstum. «Mit Glück könnten es bis zu vier Prozent im gesamten Weltmarkt werden», sagte der Chef des Siemens-Bereichs Automation and Drives (A&D), Helmut Gierse, in einem Gespräch vor der Fachmesse für die elektrische Automatisierungstechnik SPS/IPC/DRIVES (25.-27.11.) in Nürnberg. «Wir wollen dabei schneller wachsen als der Markt.»


Chancen dafür sieht Gierse vor allem in Asien. «Besonders in China sind wir extrem stark unterwegs und wachsen Jahr für Jahr mit Raten von über 30 Prozent.» Siemens A&D unterhalte in China bereits sechs Joint-ventures und Vertriebsbüros in 33 Städten mit rund 2000 Mitarbeitern. «Es ist ein riesiger Markt mit einem unvorstellbaren Innovationspotenzial.» Schwierig sei das Geschäft für A&D dagegen in Japan. Der Zugang öffne sich vornehmlich über japanische Partner vor Ort. «Dazu muss man viel Geduld haben», sagte Gierse.

Die in Nürnberg ansässige Siemens-Sparte mit weltweit 50.400 Mitarbeitern steuerte im abgelaufenen Geschäftsjahr (30. September) 8,37 Milliarden Euro (minus drei Prozent) zum Siemens-Umsatz bei. Der Gewinn erhöhte sich auch dank strikter Kostensenkung dagegen von 723 auf 806 Millionen Euro. Die Vorgabe einer Umsatzrendite von 11 bis 13 Prozent sei damit aber verfehlt worden, räumte Gierse ein.


Auf die Marge von 9,6 Prozent könne man jedoch angesichts der Konjunktur- und Währungseinflüsse «extrem stolz« sein. «Wir haben unser Ziel aber nicht aus den Augen verloren», sagte Gierse. Durch Prozessoptimierung und den Ausbau des E-Business sollten weitere Kosten gesenkt werden. Schon jetzt würden mehr als 50 Prozent aller Bestellungen auf elektronischem Weg abgewickelt.

«Wir sind in einem wachsenden Markt tätig», unterstrich Gierse. Mit neuen Produkten habe A&D in der Konjunkturdelle der vergangenen zwei Jahre Marktanteile gewonnen. Als Anbieter zur Automatisierung in der Fertigungsindustrie, etwa bei der Automobilproduktion, sei A & D mit einem Marktanteil von 14 Prozent weltweit führend. Bei der Prozessautomatisierung, zum Beispiel für die Industriebranchen Nahrungs- und Genussmittel oder Chemie/Pharma, wolle man mit einem Marktanteil von derzeit 6 Prozent zu den Größten der Branche aufschließen. Gierse schloss dazu auch weitere Akquisitionen nicht aus. «Wenn es sinnvoll ist, werden wir uns verstärken.»

| pro-physik
Weitere Informationen:
http://www.ad.siemens.de
http://www.mesago.de/sps

Weitere Berichte zu: A&D Automationsgeschäft Automatisierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Verbesserte Leistung dank halbiertem Gewicht
24.07.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Hochschule Bochum und thyssenkrupp präsentieren Solar-Sportcoupé
06.07.2017 | Hochschule Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie