Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wegweiser Energie-Sanierung: Vom Hauskauf bis zum Einzug

06.06.2013
Wer eine Bestandsimmobilie kauft, kommt um das Sanieren meist nicht herum. Doch wie wird aus dem Altbau ein energieeffizientes Eigenheim?
Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung hat jetzt mit Klima- und Verbraucherschutzexperten den Wegweiser entwickelt, der die zukünftigen Hauseigentümer von der Kaufentscheidung bis zum Einzug begleitet.

Wie kann man den nötigen Sanierungsbedarf abschätzen? Welche gesetzlichen Anforderungen müssen bedacht werden? Gibt es Fördermöglichkeiten für die energetische Modernisierung? Welche Baustoffe und Technologien sind geeignet? Soviel ist klar: Ein unsanierter Altbau treibt die Heizkosten in die Höhe: Rund sechsmal so hoch ist der Verbrauch für Heizung und Warmwasser im Vergleich zu einem Passivhaus. Dabei lässt sich auch die Bestands-Immobilie in ein „Energiesparmodell“ umwandeln. Jetzt liegt erstmals ein Wegweiser von unabhängigen Experten vor, der interessierte Hauskäufer von Anfang an über alle Maßnahmen, Förder- und Beratungsmöglichkeiten informiert.

Wege aus dem Info-Dschungel

Das Besondere an dem Wegweiser zur energetischen Sanierung ist zum einen, dass er Interessenten schon in der frühen Phase der Kaufentscheidung begleitet. „In diesem Zeitfenster sind die zukünftigen Eigentümer noch offen für den Dialog“, sagt Projektleiter Immanuel Stieß vom ISOE. „Oft wissen sie aber gar nicht, wie sie sich im Informationsdschungel zu dem Thema zurechtfinden sollen und wo sie unabhängige Beratung finden“. Von den zahlreichen Info-Broschüren zum energetischen Sanieren unterscheidet sich der Wegweiser auch durch seinen lokalen Bezug. In Form einer praktischen Sammelmappe mit einzelnen Themenmodulen umfasst er je nach Region die wichtigsten Kontaktdaten unabhängiger Beratungsexperten. „Durch diesen hohen Nutzwert spielt der ‚Wegweiser‘ eine wichtige Rolle beim Klimaschutz im Bereich Bauen und Wohnen“, so Stieß.

Forschung für die Praxis

Der ‚Wegweiser „Hauskauf – energetisches Sanieren zahlt sich aus“‘ ist Teil des mehrjährigen Forschungsprojektes „EiMap“, das im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert wird. Kooperationspartner ist das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). Die Klimaschutzagentur Bremer Energie-Konsens GmbH, die Klimaschutzagentur Region Hannover GmbH und die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V. bringen ihre Expertise mit in das Projekt ein. Sie setzen den Wegweiser jetzt in einem Feldversuch in Aachen, Bremen, Hannover und Siegburg erstmals in ihrer Beratung ein. Nach der Auswertung der Nutzerbefragung soll er dann im Herbst 2014 allen interessierten Multiplikatoren zur Verfügung gestellt werden.

Ein Altbau wird zum Passivhaus
Foto: Frank Aussieker

Ansprechpartner am ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung:

Dr. Immanuel Stieß (Projektleiter)
ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung
Hamburger Allee 45
60486 Frankfurt am Main
Tel. +49 69 707 69 19-19
Fax +49 69 707 69 19-11
stiess@isoe.de

Melanie Neugart (Pressekontakt)
Tel. +49 69 707 69 19-51
neugart@isoe.de

Ansprechpartnerin am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung IÖW:

Dr. Julika Weiß
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung IÖW
Potsdamer Str. 105
10785 Berlin
Tel. +49 30 884 594-0
Fax +49 30 882 54 39
julika.weiss@ioew.de
www.ioew.de
Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt am Main gehört zu den führenden unabhängigen Instituten der Nachhaltigkeitsforschung. Seit mehr als 20 Jahren entwickelt das Institut Entscheidungsgrundlagen und zukunftsfähige Konzepte für Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft – regional, national und international. Zu den Forschungsschwerpunkten gehören Wasser, Energie und Klimaschutz, Mobilität und Urbane Räume sowie Bevölkerungsentwicklung und Versorgung.

Neues vom ISOE unter https://twitter.com/isoewikom
ISOE-Newsletter: http://www.isoe.de/presse-aktuelles/newsletter/

Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) ist ein führendes wissenschaftliches Institut auf dem Gebiet der praxisorientierten Nachhaltigkeitsforschung. 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeiten Strategien und Handlungsansätze für ein zukunftsfähiges Wirtschaften – für eine Ökonomie, die ein gutes Leben ermöglicht und die natürlichen Grundlagen erhält. Das Institut arbeitet gemeinnützig und ohne öffentliche Grundförderung.

Dr. Nicola Schuldt-Baumgart | idw
Weitere Informationen:
http://www.ioew.de
http://www.isoe.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten
16.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst
11.01.2017 | Technische Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie