Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CONCERTO weist den Weg zu Smart Cities

30.10.2013
Mit hochkarätiger Besetzung wurde in Brüssel am 22. und 23. Oktober auf der Abschlusskonferenz der EU-Initiative für nachhaltige Energielösungen für Stadtteile CONCERTO unter den rund 300 Teilnehmern diskutiert, wie das Know-how der Avantgarde-Gemeinden verbreitet und für die neue EU-Initiative für Smart Cities nutzbar werden kann. Für diese soll noch 2013 einen ersten Projektaufruf durch die EU geben.
22 Projekte in 58 Städten und Gemeinden in der gesamten EU wurden im Rahmen der CONCERTO-Initiative seit 2005 realisiert, der Primärenergiebedarf in den beteiligten Kommunen ist dadurch um 1,32 Gigawattstunden pro Jahr gesunken.

Die Keynote zur Eröffnung hielt Þydrûné Juodkiené, Vizeministerin für Energie der Republik Litauen. Litauen hat derzeit die Ratspräsidentschaft.

Zwei Ziele formulierte Juodkiené für die Zeit der Ratspräsidentschaft im Umfeld der Gebäudesanierung: Weiterer Ausbau des Energiemarktes in der EU sowie die Betonung der Relevanz für die Stärkung der EU nach außen. Zum Energiemarkt solle bis Ende des Jahres ein Statusbericht vorliegen. Smart Cities in den Bereichen Energie und Transport machten die EU weniger abhängig von Importen, die Nutzung Erneuerbarer Energien stärke die regionale Wirtschaft, betonte Juodkiené. Das gelte auch in hohem Maß für die Gebäudesanierung, die Chancen für die Entwicklung innovativer Energiedienstleistungen bringe und bis zum Jahr 2020 nach den Vorstellungen der EU 2 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen soll.

Prinzipielle Unterschiede zwischen Ost- und Westeuropa sehe sie bei der Energieeffizienz nicht, so Juodkiené, vielleicht mit der Ausnahme, dass Osteuropa eher Zugriff auf Finanzierungsmöglichkeiten wie Strukturfonds habe. Eine Reihe anderer Finanzierungsvarianten habe die Konferenz aufgezeigt. Ihr Land selbst halte die Dämmung für besonders vielversprechend. Man habe konkrete Pläne, 30 Prozent der energetisch ineffizientesten Gebäude zu sanieren, um die 20-Prozent-Ziele der EU zu erreichen.

Marie Donnelly, Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission, sprach sich auf der Plenarsitzung unter dem Titel „Von CONCERTO zu Smart Cities“ dafür aus, die Frage der Energieversorgung auch makroökonomisch zu betrachten. Derzeit geben die Staaten der EU 400 Milliarden Euro für den Import von Treibstoff aus, das müsse sich reduzieren. Gleichzeitig müsse man sich bei Erneuerbaren Energien stärker anschauen, wie sich die Kosten reduzieren ließen.

Eine Chance sei hier die länderübergreifende Zusammenarbeit. Donnellys Beispiel für positive Effekte: In Dänemark koste das Einbringen Erneuerbarer in den Energiefluss nur die Hälfte dessen, was Irland dafür aufbringen müsse. Dänemark sei im Verbund mit den Nachbarn, Irland habe diese Chance kaum. Donnelly plädierte zudem für einen ganzheitlichen Ansatz bei der Kombination Erneuerbarer und der Erhöhung der Effizienz. Und nicht zuletzt müsse der Verbraucher im Zentrum stehen, forderte sie.

Auf besonderes Interesse stießen dabei die parallelen Sessions zu Fragen der Finanzierung durch EU-Mittel sowie zur CONCERTO-Projektdatenbank. Informationen dazu sind auf der Concerto-Webseite www.concerto.eu zu finden. Alle Beteiligten müssten nicht nur einbezogen sein, sondern auch an einem Strang ziehen, so das Ergebnis der Arbeitsgruppen. Valerie Bahr, Steinbeis-Europa-Zentrum und verantwortlich für die Koordination des Metaprojekts CONCERTO Premium, fand dafür das zu CONCERTO passende Bild eines Konzerts.

Auch das sei nur harmonisch, wenn die Beteiligten koordiniert und im Takt agierten. Die Orientierung in Richtung Smart Cities sei dann der nächste Schritt vom bloßen Konzert hin zu einer Sinfonie. Zu den weiteren Mitwirkenden gehören dann auch Akteure aus den Bereichen Verkehr und Informations- und Kommunikationstechnologien. Die sind integraler Bestandteil der Smart-Cities- Initiativen.

CONCERTO Webseite: http://www.concerto.eu

Weitere Informationen erhalten Sie auch in den CONCERTO Blogs: http://www.concerto.eu/concerto/blog.html

Videos der Pilotprojekte und der Technologien sind in der Video Gallery zu sehen: http://www.concerto.eu/concerto/home/video-gallery.html

oder auf YouTube: http://www.youtube.com/user/CONCERTOPREMIUM

Folgen Sie uns auf Twitter: https://twitter.com/concertopremium

EU Smart Cities and Communities European Innovation Partnership
http://ec.europa.eu/energy/technology/initiatives/smart_cities_en.htm
http://ec.europa.eu/eip/smartcities/links/index_en.htm
Smart Cities and Communities Stakeholder Platform:
http://www.eu-smartcities.eu/
Kontakt
CONCERTO Premium:
Steinbeis-Europa-Zentrum
Valerie Bahr and Charlotte Schlicke
Tel: +49-711-123 4021, Tel: +49-711-123 4018,
E-mail: concertopremium@steinbeis-europa.de
The CONCERTO Initiative is co-financed by the European Commission through the European Research Framework Programme. The EU initiative of DG Energy has co-funded 58 communities in 22 projects in 23 countries and started in 2005.

Anette Mack | idw
Weitere Informationen:
http://www.steinbeis-europa.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Stadtplanung im Klimawandel: HafenCity Universität Hamburg entwickelt Empfehlungen
24.03.2017 | HafenCity Universität Hamburg

nachricht Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen
23.03.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise