Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

VAR-Trainer - Sicheres Arbeiten mit Baumaschinen

12.04.2007
Die Baubranche gehört zu den gefährlichsten Arbeitsplätzen in Europa. Von den mehr als 830.000 Unfällen pro Jahr enden über 1.200 tödlich. Schuld daran ist häufig der Einsatz schwerer Baumaschinen. Werden Bagger, Kran und Co. falsch bedient, entstehen schnell lebensgefährliche Situationen. Dennoch mangelt es häufig an Trainingsmöglichkeiten für den korrekten Umgang mit den Maschinen.

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD entwickelten deshalb gemeinsam mit 13 europäischen Projektpartnern den VAR-Trainer. Diese innovative Simulationsplattform erlaubt es, gefahrlos das Bedienen von Baumaschinen zu üben.

Der Echtzeit-Simulator "VAR-Trainer" (Versatile Augmented Reality Simulator for Training in the Safe Use of Construction Machinery) ist ein Computer-basiertes Trainingstool. Dank der Verbindung von Mechanik, Elektronik, Automatisierungstechnologien, Computerwissenschaften und Erweiterter Realität können Arbeiter unter realistischen Bedingungen die Handhabung verschiedener Baustellenfahrzeuge üben. Zu diesem Zweck sitzt der Lernende in einer Führerkabine. Diese ist speziell für die so genannte Mixed-Reality-Umgebung vorbereitet. Entwickelt wurde diese Komponente von Forschern des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD. Die Scheiben der Kabine sind blau lackiert. Der Lernende trägt eine Videobrille, die alle blauen Anteile des für ihn sichtbaren Bildes durch eine virtuelle Szene ersetzt. Bei diesem Mix aus Simulation und Realität kommt die Bluebox-Technik zum Einsatz, die vor allem aus der Filmproduktion bekannt ist.

So sorgt das Fraunhofer IGD mit seinen Entwicklungen dafür, dass Umgebungsbedingungen wie Witterung, Gebäude oder Personen möglichst naturgetreu dargestellt werden. Der Arbeiter kann vollständig in das Schulungsszenario "eintauchen". Im Gegensatz zu herkömmlichen Trainingsgeräten sind für die Darstellung des Übungsszenarios keine teuren und unhandlichen Projektionssysteme mehr nötig.

In München können die Besucher der 28. Internationalen Fachmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte bauma den VAR-Trainer vom 23. bis 29. April 2007 in Halle C, Stand 229 und bei Fritzmeier Systems in Halle A6, Stand 321/418 besichtigen.

Gerne können Sie vorab einen Messetermin vereinbaren.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter
http://www.igd.fraunhofer.de/igd-a2/projects/Var-Trainer/
oder bei
Dr. André Stork
Fraunhofer IGD Darmstadt
Telefon: +49 6151 155-469
Fax: +49 6151 155-299
E-Mail: andre.stork@igd.fraunhofer.de
Internet: http://www.igd.fraunhofer.de/igd-a2/
Die Projektmitglieder:
- Associação de Empresas de Construção e Obras Públicas (Portugal)
- Associação Empresarial de Portugal (Portugal)
- Asociación Española de Fabricantes Exportadores de Maquinaria de Contrucción, Obras Públicas y Minería (Spanien)
- Associazione Nazionale Costruttori Edili (Italien)
- Confederación Nacional de la Construcción (Spanien)
- Construcciones Legarra Lazcoz, S.L. (Spanien)
- Engiarte-Engenharia e Construções, LDA. (Portugal)
- Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (Deutschland)
- Ikerlan S.COOP (Spanien)
- OKTAL SA (Frankreich)
- Romana Scavi s.r.l. (Italien)
- Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau e. V. (Deutschland)
- Zväz Stavebných Podnikatelov Slovenska (Slowenien)
Kurzprofil Fraunhofer IGD
Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD betreibt angewandte Forschung im Bereich der graphischen Datenverarbeitung. Zu den Kernkompetenzen des Instituts gehören unter anderem Visualisierung und Simulation, Animation, Modellierung, Virtuelle und Erweiterte Realität, Sicherheitstechnologien sowie Ubiquitous Computing. Die Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf drei Schwerpunkte: Den Erhalt von Semantik über den gesamten Modellierungs-prozess hinweg, die Wechselwirkung von Graphik und Vision sowie die Bearbeitung bibliothekarischer Fragestellungen im Kontext dreidimensionaler Modelle. Das Anwendungs-spektrum der innovativen Konzepte, Modelle und Praxislösungen reicht von Virtueller Produktentwicklung über Medizin und Verkehr bis zu Multimedialem Lernen und Training. Im Auftrag von Kunden entstehen Prototypen und Komplett-Systeme, die optimal auf deren spezifische Anforderungen abgestimmt sind. So entwickeln die dreizehn Abteilungen in Darmstadt, Rostock und Singapur neue Technologien, erstellen Studien und realisieren Anwendungen und Systeme (Hard- und Software), die sich durch hohe Benutzerakzeptanz, gute Bedienbarkeit und ergonomische Gestaltung auszeichnen. Die Forschungs- und Entwicklungs-projekte des Fraunhofer IGD haben direkten Bezug zu aktuellen Problemstellungen in Industrie und Wirtschaft. Zahlreiche Ausgründungen gewährleisten, dass Prototypen schnell in marktfähige Produkte umgesetzt werden.

Das Fraunhofer IGD kooperiert eng mit der Technischen Universität Darmstadt, der Technischen Universität Graz und der Universität Rostock. Das Centre for Advanced Media Technology (CAMTech) in Singapur, gegründet 1998, sichert die Präsenz auf den Zukunftsmärkten Asiens. Das Fraunhofer IGD beschäftigt in Darmstadt und Rostock rund 140 feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unterstützt durch etwa 140 wissenschaftliche Hilfskräfte. Der Etat betrug 2006 über 14 Millionen Euro.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.igd.fraunhofer.de
http://www.igd.fraunhofer.de/igd-a2/
http://www.igd.fraunhofer.de/igd-a2/projects/Var-Trainer/

Weitere Berichte zu: Baumaschinen Datenverarbeitung IGD

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Wohn­haus mit drei "Häu­sern" im Haus
24.06.2015 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Smarte Fenster passen Licht und Durchsicht an
12.06.2015 | University of Cincinnati

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forschungsschiff Heincke seit 25 Jahren im Dienst der Wissenschaft

Ein Vierteljahrhundert alt, über 900.000 Kilometer (488.842 nautische Meilen) gefahren und trotzdem auf dem neuesten wissenschaftlichen und technischen Stand: Die Indienststellung des Forschungsschiffes Heincke jährt sich am 8. Juli 2015 zum 25. Mal.

Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), das die Heincke betreibt, nehmen ebenso regelmäßig an...

Im Focus: Solardächer produzieren Strom für Fahrzeuge

Studentische Industriekooperation zwischen HAW Hamburg und Webasto erarbeitet Ergebnisse für EU-Zertifizierungsprozess von Solardächern zur Verbesserung der Öko-Bilanz von Fahrzeugen.

Unter der Leitung von Dr.-Ing. Volker Skwarek, Professor für technische Informatik an der HAW Hamburg, erarbeiteten sechs Studierende des...

Im Focus: Viaducts with wind turbines, the new renewable energy source

Wind turbines could be installed under some of the biggest bridges on the road network to produce electricity. So it is confirmed by calculations carried out by a European researchers team, that have taken a viaduct in the Canary Islands as a reference. This concept could be applied in heavily built-up territories or natural areas with new constructions limitations.

The Juncal Viaduct, in Gran Canaria, has served as a reference for Spanish and British researchers to verify that the wind blowing between the pillars on this...

Im Focus: Aus alt mach neu - Rohstoffquelle Elektroschrott

Der Markt für Unterhaltungselektronik boomt: Rund 60 Millionen Fernsehgeräte wurden im letzten Jahr in Europa verkauft. Früher oder später werden sie zurückkehren – als Elektroschrott.

Die Recycling-Industrie hat darauf reagiert: Kupfer, Aluminium, Eisen- und Edelmetalle sowie ausgewählte Kunststoffe werden bereits wiederverwertet. Allerdings...

Im Focus: Radar schützt vor Weltraummüll

Die Bedrohung im All durch Weltraummüll ist groß. Aktive Satelliten und Raumfahrzeuge können beschädigt oder zerstört werden. Ein neues, nationales Weltraumüberwachungssystem soll ab 2018 vor Gefahren im Orbit schützen. Fraunhofer-Forscher entwickeln das Radar im Auftrag des DLR Raumfahrtmanagement.

Die »Verkehrssituation« im All ist angespannt: Neben unzähligen Satelliten umkreisen Weltraumtrümmer wie beispielsweise ausgebrannte Raketenstufen und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Flurförderzeuge im Zeichen der Zeit

03.07.2015 | Veranstaltungen

Aktuelles aus Forschung und Betrieb: 27. Deutscher Flammentag

02.07.2015 | Veranstaltungen

Call for ideas: Gute Ideen für bessere Städte

02.07.2015 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Siemens erhält Auftrag für Offshore-Windkraftwerk in Großbritannien

03.07.2015 | Unternehmensmeldung

Flurförderzeuge im Zeichen der Zeit

03.07.2015 | Veranstaltungsnachrichten

Kompakter Time Converter für zuverlässigen Einsatz in rauen Umgebungen

03.07.2015 | Energie und Elektrotechnik