Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zwei in Einem

25.10.2005


Neopor als Innendämmung in historischer Bausubstanz



Im Rahmen des bundesweiten Modellvorhabens „Niedrigenergiehaus im Bestand“ der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) setzt die LUWOGE, das Wohnungsunternehmen der BASF, Neopor® zur Innendämmung eines mehr als 100 Jahre alten Gebäudes in der historischen Werkssiedlung „Alte Kolonie“ ein. Das Plus: Neopor, ein expandierbares Polystyrol der BASF, sorgt nicht nur für gute Dämmung, sondern absorbiert auch Schall. Der Klinkerbau in der Sodastraße in Ludwigshafen gehört zu den rund 34 Altbauten, die bundesweit von den Teilnehmern des Projekts saniert werden.



Neuheiten zur Wärmedämmung und Schallabsorption

Zur Dämmung der Wandflächen setzte die LUWOGE eine neue Verbundplatte der Firma Rigips aus 8 Zentimetern Neopor kaschiert mit einer Gipskartonplatte ein. Dieses System wirkt nicht nur wärmedämmend, sondern reduziert auch den Schall. „Ausreichender Lärmschutz ist eine der wichtigsten Anforderungen, die an heutige Wohngebäude gestellt werden,“ sagt Christian Winter, Vertriebsleiter Rigips Dämmstoffe. Für das Dach wurden komplett neue Dachelemente gefertigt, die mit einer 40 cm dicken Schicht aus Neopor von Firma Schwenk versehen sind. Beim Dachinnenausbau wurden zusätzlich Micronal® PCM Gipsbauplatten der BASF verwendet, die durch ihren Latentwärmespeicher sommerliche Temperaturspitzen kappen und so für ein angenehmes Raumklima sorgen. Dick eingepackt sind auch die Bodenflächen. Unter dem Estrich kommen neuartige, besonders druckfeste und formstabile Bodendämmplatten aus Neopor zum Einsatz. Die Fenster sind dreifach verglast. Alle Maßnahmen zusammen reduzieren die Energiekosten um etwa 80 Prozent.

Geringer Materialeinsatz

An Gebäuden mit erhaltenswerter oder denkmalgeschützter Fassadengestaltung ist eine Außendämmung oft nicht möglich. „Hier wird dann auf eine Innendämmung zurückgegriffen,“ erklärt Jürgen Fischer, Marketing Neopor. „Wichtig hierbei ist, auch Fensterlaibungen, Geschossdecken- und Innenwandeinbindungen zu dämmen, um die Wärmebrückenbildung zu reduzieren.“ Grund für den Einsatz von Neopor waren die guten Dämmeigenschaften und der geringe Materialeinsatz. Anders als herkömmliche Dämmstoffe besitzt Neopor Infrarotabsorber und -reflektoren, um die Wärmeleitfähigkeit zu verringern. Eine Platte aus dem silbergrauen Schaumstoff ist deshalb bei gleicher Dämmleistung bis zu 20 Prozent dünner als eine klassische EPS-Platte. Da weniger Rohstoff benötigt wird, lassen sich Kosten und Ressourcen einsparen. So verbleibt auch eine größere Wohnfläche.

Das 1892 gebaute Doppelhaus wurde komplett modernisiert. Es besteht aus vier Wohneinheiten. Im Erdgeschoss befinden sich die beiden Zwei-Zimmer-Wohnungen mit jeweils 77 Quadratmetern und darüber zwei im Maisonette-Stil gebaute Wohnungen mit jeweils 145 Quadratmetern. Ab November werden die Wohnungen vermietet.

Die Zukunft liegt im Bestand

Rund Dreiviertel aller Wohngebäude in Deutschland wurden vor 1979 erbaut. Ein Großteil dieses alten Gebäudebestandes muss der Kategorie „unzureichend“ oder gar nicht gedämmt zugeordnet werden. Der Energiebedarf dieser Gebäude ist oft fast zehnmal so hoch wie bei gut sanierten oder neuen Häusern. Dabei könnte allein durch fachgerechte Wärmedämmung und den Einsatz moderner Gebäudetechnik der Energiebedarf deutlich gesenkt werden. Die Kosten für die Dämmmaßnahmen im Inneren oder an der Fassade amortisieren sich für die Bauherren bereits in wenigen Jahren.

| BASF
Weitere Informationen:
http://www.neopor.de

Weitere Berichte zu: Dämmstoffe Dämmung Neopor Schall Wohngebäude Wärmedämmung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Ein Haus mit zwei Gesichtern
22.01.2018 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Schaltbare Flüssigkeiten verbessern Energieeffizienz von Gebäuden
16.01.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics