Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zur Schneeschmelze im Frühjahr ist alles vorüber - TU Dresden liefert Gelege für Kuppeln aus Eis und Glasfasern

11.02.2005


Die TU Dresden liefert durchsichtiges Gelege aus Glas für Eiskuppeln, die an der TU Wien hergestellt werden.



Die im Labor an der TU Wien erzeugten Kuppeln aus Eis haben einen Durchmesser von etwas mehr als 5 Metern und sind rund 90 cm hoch. Die Forscher sehen die Anwendung ihrer durchsichtigen Kuppeln zum Beispiel in der Überdachung von Eisbars, Konzertbühnen oder Eislaufplätzen in Wintersportregionen. Sofern es kalt genug ist, können die Kuppeln an Ort und Stelle errichtet werden. Spätestens mit der Schneeschmelze verschwindet das saisonale Bauwerk wieder.

... mehr zu:
»Dresden »Eis »Glasfaser »Kuppel


"Wir waren natürlich fasziniert von der Idee", sagt Dr. Gerd Franzke vom Institut für Textil- und Bekleidungstechnik an der TU Dresden. Etwa 1000 Quadratmeter des Glasfasergeleges hat die TU bereits für Laborzwecke nach Wien geliefert. Hergestellt wurde es auf einer Nähwirkmaschine in der Neuen Textilmaschinenhalle an der TU Dresden.

Die Konstruktion von stabilen Eiskuppeln von bis zu 30 Metern Durchmesser ist nach Angaben des Wiener Instituts für Stahlbeton- und Massivbau möglich. Aus den Kuppeln können dann fast nach Belieben Teile herausgeschnitten werden. Mit ausgefallenen Lichteffekten lassen sich die Kuppeln zusätzlich inszenieren. Erprobt wurde bereits eine Methode, bei der Lichtleiter aus Glasfasern zusammen mit einem transparenten Kunststoffschlauch direkt mit ins Eis eingefroren werden.

Die Technik zur Herstellung der bautechnisch anspruchsvollen Kuppeln hat sich die TU Wien bereits patentieren lassen. In eine flache Scheibenform, die mit Gelege aus gitterartig übereinandergelegten und vernähten Glasfasern ausgelegt ist, wird Wasser gegossen. Bei minus sieben Grad gefriert es zu Eis. Rund um die Scheibe liegt ein Spannglied, das zusammengezogen wird. Gleichzeitig wird die Scheibe in der Mitte aufgepumpt. Durch Druck und Zug entsteht dann die Kuppel. Das Besondere an der Technik ist, dass keine Schalung nötig ist, wie bei herkömmlichen Kuppelbauten. Stattdessen entsteht die Kuppel aus einer Scheibe.

Ansprechpartner: Dr.-Ing. Gerd Franzke, Institut für Textil- und Bekleidungstechnik, Tel. 0351 463-37147, E-Mail: franzke@itb.mw.tu-dresden.de

Mathias Bäumel | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de

Weitere Berichte zu: Dresden Eis Glasfaser Kuppel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Pavement-Scanner spürt visuell nicht erkennbare Straßendefizite auf
16.02.2018 | Bergische Universität Wuppertal

nachricht Sonnenhaus ohne großen Speicher
13.02.2018 | Institut für Solarenergieforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

Von Bitcoins bis zur Genomchirurgie

19.02.2018 | Veranstaltungen

Unternehmenssteuerung und Controlling im digitalen Zeitalter

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Stahl ist nicht gleich Stahl: Informatiker und Materialforscher optimieren Werkstoffklassifizierung

19.02.2018 | Materialwissenschaften

Wenn Eiweiße einander die Hand geben

19.02.2018 | Materialwissenschaften

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics