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Nutzung von Abwasser zur Beregnung - Wasserressourcen schonen

23.03.2011
Die Nutzung von Abwasser in der Landwirtschaft könnte die Kosten sowohl für Landwirte als auch für die Kommunen verringern und außerdem die Wasserqualität verbessern.

Das ist das Fazit eines Berichts der Food and Agriculture Organization (FAO) in Rom, der bereits zur Weltwasserwoche im September 2010 vorgelegt wurde.

Das Recycling von Abwasser zum Anbau von Kulturpflanzen hat bisher eine geringe Akzeptanz, könnte jedoch eine Lösung zur Vermeidung von Wasserknappheit und Wasserverschmutzung sein. Nach Einschätzung der FAO ist diese Praxis aber noch nicht weit genug verbreitet. Zwar werde in über 50 Ländern über die Nutzung regenerierten Abwassers berichtet, doch werde derzeit nur zehn Prozent der Beregnungsfläche mit Abwasser bewässert. In Ländern wie Spanien und Mexiko sei allerdings eine zunehmende Aufmerksamkeit für die Nutzung von regeneriertem Abwasser zur Beregnung zu verzeichnen.

Aus den Fallstudien des FAO-Reports geht hervor, dass der Einsatz nutzbar gemachten Abwassers für die Nahrungsmittelerzeugung außerdem die Konkurrenz zwischen Kommunen und Landwirtschaft um die knappen Wasserressourcen vermindern kann. Landwirte könnten zudem Kosten sparen: durch den Wegfall der Energiekosten zum Fördern von Grundwasser und durch die Ausnutzung der im Abwasser enthaltenen Nährstoffe. Für die Kommunen liege der größte Vorteil vor allem in der Schonung der Frischwasser-Ressourcen und den gesparten Kosten für die Erschließung neuer Trinkwasserquellen.

Die Investitions- und Unterhaltungskosten der Anlagen könnten teilweise abgefangen werden durch die Nutzung des bei der Aufbereitung entstehenden Biogases als Energiequelle oder für den Emissionshandel. Der FAO-Bericht weist allerdings auch ausdrücklich darauf hin, dass unbehandeltes Abwasser gänzlich ungeeignet für die Beregnung landwirtschaftlicher Kulturpflanzen ist.

Ein angemessenes Recycling ist in jedem Fall die notwendige Voraussetzung.

www.fao.org
Deeplink: www.fao.org/docrep/012/i1629e/i1629e00.htm

Friederike Heidenhof | www.aid.de
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

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